Mittwoch, 22. August 2018
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Mehr Aktivitäten der Einsatzkräfte als Gegenleistung für städtische Investitionen gefordert - Ausrückegemeinschaften gebildet

Bürgermeister Dorr nimmt Feuerwehren in die Pflicht

Freystadt
erstellt am 09.08.2018 um 20:34 Uhr
aktualisiert am 13.08.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Freystadt (haz) Damit es bei Einsätzen der Feuerwehren in der Großgemeinde Freystadt zu keinen personellen Engpässen kommt, sollen bei Notfällen unter der Woche künftig Ausrückegemeinschaften gebildet werden.
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Am Mörsdorfer Feuerwehrhaus dröhnt die Sirene künftig gleichzeitig mit Michelbach.
Am Mörsdorfer Feuerwehrhaus dröhnt die Sirene künftig gleichzeitig mit Michelbach.
Foto: haz
Freystadt
"Diese Regelung soll während der Arbeitszeit angewendet werden", sagte Bürgermeister Alexander Dorr in der Stadtratssitzung am Dienstag. Abends und am Wochenende seien die einzelnen Wehren ja besser besetzt.

Um weiterhin Zuschüsse für die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen und für Verbesserungen an Feuerwehrhäusern zu erhalten, fordert der Gesetzgeber einen Feuerwehrbedarfsplan für die Großgemeinde, der von einer Fachfirma erarbeitet wurde. Außerdem hätten dazu zwei Workshops mit den Feuerwehren stattgefunden, sagte Dorr. Hier habe man ein Fahrzeugkonzept und Ausrückegemeinschaften besprochen.

Die gestiegenen Anforderungen machten es erforderlich, dass sich einzelne Wehren spezialisieren. Was das Fahrzeugkonzept angeht, betonte Dorr, dass die geplanten Anschaffungen einen hohen finanziellen Aufwand für die Stadt bedeuten, die ja noch viele andere Aufgabengebiete wie Schule, Kindertagesstätten oder den Straßenerhalt habe. Deshalb werden die Fahrzeugbeschaffungen und der eventuelle Bau von neuen Feuerwehrhäusern auf die nächsten zwölf Jahre verteilt.

Fakt ist, sagte Dorr, dass viele Feuerwehrhäuser in der Großgemeinde lediglich auf Tragkraftspritzenanhänger und nicht für Löschfahrzeuge ausgelegt sind. "Wenn wir investieren sollen, erwarten wir aber von manchen Wehren in der Großgemeinde noch mehr Aktivitäten und Leistungen", forderte der Bürgermeister.

Kreisbrandrat Michael Seitz stellte anschließend sein Ausrückekonzept samt Fahrzeugbeschaffungsvorschlägen vor. Weil es in den Ortsteilen zunehmend Probleme gebe, tagsüber die notwendige Gruppenstärke von neun Einsatzkräften zusammenzubekommen, werde man Ausrückegemeinschaften bilden. Im Einsatzfall würden die Sirenen bei mehreren Wehren gleichzeitig ausgelöst, damit sie sich gegenseitig unterstützen können. So will Seitz die Wehren aus Möning, Rohr und Aßlschwang zusammenspannen sowie Thundorf und Sondersfeld, Freystadt und Thannhausen, Mörsdorf und Michelbach, Forchheim, Sulzkirchen und Oberndorf sowie Burggriesbach, Lauterbach und Höfen. Die Ortswehren sollen mit entsprechenden Fahrzeugen ausgestattet werden, falls auch die Ortswehren dazu das nötige Engagement aufbringen.

Die Stützpunktwehr Freystadt habe etwa einen Feuerwehrbus, der auch für Vereinszwecke und für die Jugend genutzt werden könne, sagte Dorr. Deshalb habe die Wehr einen Eigenanteil von 5000 Euro beim Kauf geleistet. Diese Regelung solle bei weiteren Anschaffungen von Transportfahrzeugen beibehalten werden. Ein einsatzrelevantes Löschfahrzeug könne dagegen nicht für irgendwelche Fahrten genutzt werden, sondern müsse jederzeit für Einsätze am Standort zur Verfügung stehen.

Zum Schluss bat Dorr um die Zustimmung des Stadtrats, dass die Ausschreibung für zwei Mittlere Löschfahrzeuge für Forchheim und Mörsdorf vorab in Auftrag gegeben werden könne. Die Zustimmung erhielt er ohne Gegenstimme.
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