Mittwoch, 14. November 2018
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Jugend dreht in Alfershausen ihre Runden um den Kerwabaum - Kirche St. Martin in neuem Gewand

Ausgelassener Tanz im Jubiläumsjahr

Alfershausen
erstellt am 09.09.2018 um 17:28 Uhr
aktualisiert am 13.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Alfershausen (HK) Das Jubiläumsjahr 950 Jahre Alfershausen neigt sich allmählich dem Ende zu. Mit der Kirchweih, die am heutigen Montag endet, erlebte es jedoch noch einmal einen Höhepunkt. Ein besonderer Hingucker war wieder der Tanz der Jugend um den Kerwabaum.
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Schnell zu helfen wissen sich diese beiden Tänzerinnen in Alfershausen, die von ihren Partnern im Trubel einfach im Stich gelassen werden.
Schnell zu helfen wissen sich diese beiden Tänzerinnen in Alfershausen, die von ihren Partnern im Trubel einfach im Stich gelassen werden.
Luff
Alfershausen
Der Auftrieb am dritten Tag der viertägigen Kirchweih ist in jedem Jahr besonders groß, denn nicht nur die Alfershausener, sondern auch zahlreiche Gäste wollen zusehen, wenn die jungen Leute ihre Runden drehen. Selbst treue Dauergäste des Spektakels erlebten gestern aber eine Premiere: Zum ersten Mal bot die Kirche St. Martin, deren Weihe man mit dem Fest gedenkt, eine graue Kulisse.

Keine triste - wohlgemerkt. Das Gotteshaus bietet nach der Außensanierung ein völlig anderes Bild als in der Vergangenheit. Der Bau ist nun wieder den Vorstellungen angeglichen, die der Baumeister Johann David Steingruber Mitte des 18. Jahrhunderts realisiert hat; erst später wurde die Kirche durch Verputzen entscheidend verändert, bekam einen Anstrich von Ocker und Weiß. Gestrichen ist sie nun auch, allerdings so illusionistisch, dass die Schattierungen früherer Zeit - durch reliefartige Erhebungen an der Fassade - einzig durch Malerei nachempfunden sind.

Obwohl es bei der Kirchweih ums Gotteshaus geht, stand sie beim Tanz nicht nur sprichwörtlich im Hintergrund. Im Mittelpunkt des Interesses: Das Plotzpaar Stefan Fackelmeier aus Rabenreuth und Sarah Obermeier plus weitere zwölf Tanzpaare, die nach den ersten drei Runden des Plotzpaars um den Baum ins Geschehen eingriffen. Wie gewohnt zu den Klängen der Thalmässinger Blaskapelle, angeführt von Kapell- und Bürgermeister Georg Küttinger. Die Zuschauer ließen sich vom lustigen Geschehen gerne anstecken, sangen beispielsweise kräftig mit, als Susanna einen Gartenzwerg verschenken sollte.

Der Plotzknecht brillierte ein ums andere Mal mit lautstark vorgetragenen Gstanzln. Allerdings war er nicht der einzige, der für Lachen in den Zuschauerreihen sorgte. Denn zwei der jungen Tänzerinnen gingen flugs ihre Partner verloren, die es vorzogen, miteinander eine Runde zu drehen. Die allein gelassenen Damen nahmen es mit Humor und sich gegenseitig in den Arm. Und wie sangen sogleich sämtliche zwölf Jungs? "Mir san halt die luschtigen Alfershausener Boum."
Volker Luff
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