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Andrea Frister lässt im Bunker die Farben explodieren

Thalmässing
erstellt am 11.10.2018 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 15.10.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Thalmässing (HK) "Querbeet" nennt sich die Ausstellung, die derzeit im Bunker in Thalmässing zu sehen ist.
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Zum Malen ihrer großformatigen Bilder braucht Andrea Frister Musik und ein Bild im Kopf.
Zum Malen ihrer großformatigen Bilder braucht Andrea Frister Musik und ein Bild im Kopf.
Hauke
Thalmässing
Am Sonntagabend wurde die Ausstellung eröffnet, wozu sich ein großes Publikum einfand, um einen ersten Blick auf die großformatigen Bilder von Andrea Frister zu werfen. Der Titel "Querbeet" deutet schon an, dass es sich um einen bunten Querschnitt durch das künstlerische Schaffen von Frister handelt.

"Ich habe schon immer gemalt. In meinem Elternhaus gab es eine Werkstatt, in der ich schrauben und werken konnte. Das war meine Selbstbeschäftigung", antwortet Frister auf die Frage, wie alles begann. Mitte der 80er Jahre fasste sie den Entschluss, es nicht beim Hobby zu belassen. Sie begann ihre Ausbildung, beispielsweise studierte sie bei Fritz Lang in Bad Reichenhall. Den Meisterkurs großflächige Acrylmalerei absolvierte sie bei Eckhard Zylla.

Zum Malen braucht sie Musik, ein Bild im Kopf oder Bauch, eine Palette, für jede Farbe einen Pinsel, Energie und Bewegung. "Der Verstand ist der Feind des Abstrakten", betont sie. Dabei arbeitet sie oft an mehreren Bildern gleichzeitig und bei einigen Bildern in der Ausstellung fällt diese Verwandtschaft dann auch auf. Im Laufe der Jahre hat die Künstlerin auch eine eigene Technik entwickelt. Diese lässt die Bilder leicht, plastisch und dennoch transparent wirken. Fristers Technik verleiht den großen, mit ihrer Farbgewalt beeindruckenden, Bildern eine großartige räumliche Tiefe.

Neben den abstrakten Werken ist auch Gegenständliches zu entdecken. So finden sich einige berührende Porträts, denen man anmerkt, dass die Porträtmalerei jahrelang eine bevorzugte Sparte Fristers war.

Bis heute ist die Malerei für Andrea Frister Selbstbeschäftigung geblieben. "Ich bin gern alleine", erläutert sie mit einem verschmitzten Lächeln.

Bis zum 11. November sind die Bilder im Bunker zu sehen. Geöffnet ist montags, dienstags, donnerstags und freitags von 9.30 bis 11.30 Uhr und mittwochs von 15 bis 17 Uhr. Am Sonntag, 21. Oktober, von 14 bis 18 Uhr bietet die Künstlerin einen "Offenen Sonntag" im Bunker an. Interessierte können dann von Andrea Frister Auskunft über ihre Werke erhalten und mit ihr ins Gespräch kommen.
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