Montag, 17. Dezember 2018
Lade Login-Box.

Daniel Horndasch kündigt in der Bürgerversammlung neue Projekte an - Baugebiete sorgen für Ansturm auf Kindergartenplätze

Allersberg kauft 18,5 Hektar für Industriepark West I

Allersberg
erstellt am 07.12.2018 um 17:20 Uhr
aktualisiert am 10.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Allersberg (ub) Gut besucht war die Bürgerversammlung im Saal des Allersberger Kolpinghauses - die letzte in diesem Jahr.
Textgröße
Drucken
Bürgermeister Daniel Horndasch gab einen allgemeinen Bericht zur Lage der Gemeindefinanzen und rührte die Werbetrommel für zwei regionale Projekte. Der Schuldenstand betrage aktuell 14,5 Millionen Euro gegenüber 10,3 Millionen im Vorjahr. Der Finanzplan bis 2020 sehe eine Verschuldung bis Ende 2020 in Höhe von 12,4 Millionen Euro und bis Ende 2022 eine Verschuldung von 16,9 Millionen Euro vor. Als wichtigste Investition nannte Daniel Horndasch die Generalsanierung des Freibads, die mit vier Millionen Euro zu Buche schlage.

Anschließend ging Horndasch auf die externe Finanzierung außerhalb des Haushalts ein. Hier nannte er an erster Stelle den Grunderwerb für Gewerbeflächen bei Altenfelden. Hier seien 2018 insgesamt 30 Hektar gekauft worden. Weiter nannte er die Gründung des Kommunalunternehmens (KU) Allersberg sowie den Grunderwerb für zwei neue Baugebiete "Am St. Wolfgang" und "Im Keinzel II" durch die Gemeinde. Der Preis sei in beiden Baugebieten gleich hoch. Die Idee für ein angedachtes weiteres Baugebiet "Vogelviertel" stamme bereits aus den 1980er-Jahren.

Für den Industriepark Allersberg West I werde die Gemeinde im kommenden Frühjahr 18,5 Hektar Land erwerben. Zum vorgesehenen Industriepark Allersberg West II seien schon über 12 Hektar Land erworben worden. Für die Gewerbegebiete in Ebenried und in Lampersdorf gebe es bereits Interessenten.

Weil durch das neue Industriegebiet bei Altenfelden rund 1500 Arbeitsplätze entstehen würden, müsse man am Bahnhof neue Parkplätze schaffen, auch die Fahrradständer reichten bei weitem nicht aus, kritisierte eine Zuhörerin.

Unter dem Namen "ILE Jura Rothsee - der starke Süden", einer Zusammenarbeit von Greding, Thalmässing, Hilpoltstein und Allersberg, kämen erste gemeinsame Vorhaben ins Laufen, so Horndasch. Zum Beispiel das Projekt "Öffentlicher Nahverkehr im ILE-Gebiet" und "Jeder Tropfen zählt" in Kooperation mit der Thalmässinger Firma Lesch, die alte Haushaltsfette einsammeln will. Das werde vom Bundesumweltministerium gefördert und soll in ganz Deutschland Schule machen. In Allersberg würden zwei Container beim Edeka-Markt und am neuen Festplatz aufgestellt.

"Es ist geplant, einen Wettbewerb zwischen den beteiligten Gemeinden Allersberg, Greding, Heideck, Hilpoltstein und Thalmässing zu veranstalten", erklärte Horndasch, "wir wollen ermitteln, welche Kommune am meisten sammelt im Jahr. " Geplant sei am 18. Mai 2019 die Einweihung der neuen Grundschulturnhalle. Der Kinderhort Don Bosco in der Grundschule sei mit 100 Kindern komplett belegt. Ab Herbst 2018 habe der Kindergarten St. Antonius eine Notgruppe eingerichtet. "Wir bräuchten noch 30 Kindergartenplätze", so der Bürgermeister, "durch die Ausweisung neuer Baugebiete erleben wir einen massiven Ansturm auf Kindergartenplätze. "

"Der Breitbandausbau läuft. Es gibt noch weiße Flecken am Appelhof und bei St. Wolfgang", sagte er. Was die Sanierung des Freibads betrifft, gebe es ein Förderprogramm mit 90 Prozent Zuschuss bei Gemeinden mit einer "Haushaltsnotlage". Eine Entscheidung hierüber falle im Februar oder März kommenden Jahres. Das Freibadförderprogramm sei beim Bund beantragt worden. Das Freiband-Spendenkonto belaufe sich derzeit auf 177028,80 Euro.

Beschlossen worden sei die Gestaltung der Außenanlagen des Gilardianwesens. Der kleine Hof im Westen eigne sich gut für Konzerte und Theateraufführungen. Im größeren Hof im Osten wolle man einen "angenehmen Aufenthaltsort" mit Brunnenanlage und Grünfläche mit Bäumen schaffen. Der Zugang von diesem Hof zum Marktplatz solle barrierefrei gestaltet werden. Der schmale Bürgersteig entlang der Mauer an der Gilardistraße solle verbreitert werden, damit er auch mit dem Rollator genutzt werden könne. Dadurch werde die Gilardistraße an dieser Stelle schmäler werden.
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!