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Glasfaseranschlüsse werden nicht von der Stadt bezahlt - Stadtrat schmettert Antrag einstimmig ab

Absage für Lay und Tandl

Hilpoltstein
erstellt am 11.01.2019 um 20:31 Uhr
aktualisiert am 15.01.2019 um 03:33 Uhr | x gelesen
Hilpoltstein (jom) Die Hilpoltsteiner Stadtverwaltung macht beim Breitbandausbau keine Ausnahme für Lay und Tandl.
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Den Antrag aus der jüngsten Bürgerversammlung, wonach die Stadt Hilpoltstein in diesen beiden Ortsteilen die Anschlussgebühr ans schnelle Internet in Höhe von rund 600 Euro für die Bürger bezahlen soll, hat der Stadtrat in der Sitzung am Donnerstagabend einstimmig abgelehnt.

Ortssprecher Josef Kirschner mühte sich in der Sitzung vergeblich, das Gremium zu überzeugen. Kirschners Argumentation zufolge müssten die Bürger in Lay und Tandl und auch im Süden Jahrsdorfs für etwas bezahlen, was kaum jemand wolle. Die meisten Menschen in diesen Ortsteilen würden nämlich gar kein Hochgeschwindigkeitsinternet mit bis zu 1000 Megabit pro Sekunde nutzen, sondern hätten lediglich Verträge für 30 Megabit pro Sekunde abgeschlossen, beteuerte Kirschner. Bezahlen müssen sie aber trotzdem die 600 Euro für den Anschluss ihres Anwesens ans Glasfasernetz. "Friss oder stirb", sagte Kirschner dazu.

Bürgermeister Markus Mahl sagte dazu, dass die Deutsche Telekom wohl aus Kostengründen, aber auch aus technischen Gründen entschieden habe, in Lay und Tandl keine neuen Verteilerkästen zu errichten, sondern lieber gleich die Glasfaserkabel in die einzelnen Häuser zu legen. Früher oder später würden ohnehin alle Anwesen im gesamten Stadtgebiet über einen Glasfaseranschluss verfügen, ergänzte Hilpoltsteins Breitbandpate, der geschäftsleitende Beamte Herbert Walter. Nach dem Prinzip der Gleichbehandlung müsse aber jeder einzelne Hausbesitzer für seinen Glasfaseranschluss selbst bezahlen - und zwar ungeachtet dessen, wie schnell die einzelnen Bürgerinnen und Bürger ihre Internetverbindung am Ende haben wollen.

Der Glasfaseranschluss sei letztlich so selbstverständlich von den einzelnen Bürgern zu bezahlen wie der Strom- oder Wasseranschluss. "Wenn wir plötzlich die Kosten für Glasfaseranschlüsse übernehmen würden, kämen wir schnell auf Kosten von ein paar Millionen Euro", rechnete Michael Greiner von den Freien Wählern vor. Über alle Fraktionen hinweg schmetterten die Stadtratsmitglieder den Antrag zur Kostenübernahme letztlich ab.

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