Donnerstag, 15. November 2018
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Schätze der Wattendorfer Lagune

Eichstätt
erstellt am 10.07.2018 um 17:53 Uhr
aktualisiert am 14.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt/Bamberg (EK) Die diesjährige Exkursion des Fördervereins Freunde des Jura-Museums Eichstätt führte in das Naturkundemuseum Bamberg.
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Matthias Mäuser (2. von links) besuchte mit einer Gruppe des Eichstätter Fördervereins Freunde des Jura-Museums unter anderem die Wattendorfer Lagune.
Matthias Mäuser (2. von links) besuchte mit einer Gruppe des Eichstätter Fördervereins Freunde des Jura-Museums unter anderem die Wattendorfer Lagune.
Foto: Hornung
Eichstätt
Dieses Museum gehört wie das Jura-Museum Eichstätt als eines der Regionalmuseen zu dem Verbund der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns. Der Hauptschwerpunkt ist die Geologie und Naturgeschichte Oberfrankens, die in einer Dauerausstellung und thematischen Sonderausstellungen vertieft werden.

Der einzigartige Vogelsaal, der Weltkulturerbe ist, wurde unter der fachkundigen Führung von Beate Bugla besichtigt. Dieses Naturalienkabinett aus dem Barock, das seit mehr als 200 Jahren gezeigt wird, ist ein besonderes Kleinod, das nicht nur Vögel, sondern auch Käfer, Schmetterlinge und andere Insekten beherbergt. Besonders beeindruckend waren die Unterkiefer eines Grönlandwals, die wie eine Sitzbank für Kinder wirken. Durch die Sonderausstellung "Versteinerte Schätze aus der Wattendorfer Lagune" führte der Museumsleiter Matthias Mäuser. Dabei wurden Flugsaurier, Fische, Schildkröten und Echsen gezeigt, die besonders bemerkenswert sind, weil sie sowohl durch besonders gute Erhaltung, als auch die exzellente Präparation durch den Bamberger Präparator Thomas Bechmann und durch das Obereichstätter Präparatorenduo Paul und Pino Völkl ans Licht der Welt geholt wurden. Die Plattenkalke aus Wattendorf sind erst seit einigen Jahren bekannt. Im Gegensatz dazu werden aus den Eichstätter und Solnhofener Plattenkalken seit vielen Jahrhunderten Stein abgebaut und Fossilien geborgen.

Ein besonderes Highlight war der Besuch des Steinbruchs in Wattendorf, der nur für den industriellen Abbau und die wissenschaftliche Grabung frei gegeben ist.

Durch die guten Verbindungen des Exkursionsleiters Helmut Tischlinger konnten die 40 Teilnehmer diese Fossillagerstätte besichtigen, die unebenere Platten mit vielen Rissen und Zerklüftungen aufweist, die das Auffinden von Fossilien erschweren und auch die anschließende Präparation sehr mühsam und zeitaufwändig gestalten. Der neue, bislang wissenschaftlich unbearbeitete Fund eines Kugelzahnfisches konnte genau betrachtet werden.

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