Montag, 22. Oktober 2018
Lade Login-Box.

 

Polizeichef Rindlbacher: Der Stoff ist wieder mehr im Kommen

Eichstätt
erstellt am 10.08.2018 um 17:49 Uhr
aktualisiert am 15.08.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (hr) Von einer Zunahme des Konsums von Cannabis beziehungsweise Marihuana berichtet Heinz Rindlbacher, Leiter der Polizeiinspektion Eichstätt. "Der Stoff ist wieder mehr im Kommen", sagt er, auch wenn mit dem Rauschmittel im Zusammenhang stehende Delikte rückläufig seien.
Textgröße
Drucken
Dabei sei schon der Besitz auch kleinster Mengen illegal und werde von seinen Beamten zur Strafanzeige gebracht. Was dann mit der Anzeige geschehe, liege in den Händen der Justiz.

Lesen Sie hier, warum Cannabis in Eichstätt fast überall erhältlich ist - und was Süchtige dazu sagen

Während in der Vergangenheit vor allem die sogenannten Kräutermischungen einen Boom erlebt hatten, sieht Heinz Rindlbacher aus strafrechtlicher Sicht derzeit wieder Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz durch den Konsum von Cannabis auf dem Vormarsch. Denn: "Die Beschaffung ist relativ einfach: Das Rauschmittel lässt sich relativ leicht über das Inter- oder das sogenannte Darknet besorgen. " Dennoch gebe es auch im Raum Eichstätt nach wie vor Dealerkreise. Erst im März dieses Jahres habe die Polizei nach längerer Beobachtungsphase fünf Personen am Stadtbahnhof in Eichstätt festgenommen, die im Besitz des Stoffs gewesen seien. Die Ermittlungsverfahren liefen noch. Seitdem fahre die Polizei verstärkt Streife oder setze Beamte zu Fuß ein, um den Bereich um den Bahnhof und den Herzogsteg stärker zu kontrollieren.

Auffallend sei zudem, dass etwa ein Viertel der von der Inspektion Eichstätt registrierten Fälle einen "Asylbezug" hätten, sprich von Menschen mit Flüchtlingshintergrund verübt worden seien. Der Straßenhandel, so Rindlbacher, werde dominiert von Menschen mit "Asylbezug".

Während die festgestellten Delikte in Eichstätt leicht rückläufig seien, werde in der gesamten Region Ingolstadt eine "deutliche Steigerung von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz" festgestellt, wie er von Kollegen vom Polizeipräsidium Oberbayern-Nord in Ingolstadt weiß.
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!