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Erhebliche Umplanung bei Fassadengestaltung der neuen Berufsschulgebäude - Zeitplan steht

Mattiertes Profilglas statt Kunststoff

Eichstätt
erstellt am 11.04.2018 um 18:22 Uhr
aktualisiert am 16.04.2018 um 12:07 Uhr | x gelesen
Eichstätt (EK) Weg vom ungeliebten Kunststoff - hin zum offenbar sympathischeren Profilglas. Bei der Fassadengestaltung der künftigen neuen Gebäude der Berufsschule am Eichstätter Burgberg kommt es zu bedeutenden Veränderungen.
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Das sind die aktuellen Ansichten der fünf Gebäude, die die Berufsschule am Burgberg komplettieren werden. Statt Polycarbonplatten soll nun zweischaliges transparentes Profilglas bei der Fassadengestaltung zum Einsatz kommen. Die Baukörper ? drei Werkstätten, Sporthalle und Klassentrakt ? werden leicht versetzt nebeneinander angeordnet. Baubeginn soll im Frühjahr 2019 sein.
Das sind die aktuellen Ansichten der fünf Gebäude, die die Berufsschule am Burgberg komplettieren werden. Statt Polycarbonplatten soll nun zweischaliges transparentes Profilglas bei der Fassadengestaltung zum Einsatz kommen. Die Baukörper ? drei Werkstätten, Sporthalle und Klassentrakt ? werden leicht versetzt nebeneinander angeordnet. Baubeginn soll im Frühjahr 2019 sein.
Foto: Bodamer Faber Architekten
Eichstätt
Die ursprünglich geplante "Kunststofffassade" hatte wohl doch nicht überall ungeteilte Begeisterung ausgelöst - dies räumte Architekt Alexander Faber aus Stuttgart in der jüngsten Sitzung des Kreistags ein, als er den aktuellen Stand des Millionenprojekts vorstellte. Das Büro Bodamer-Faber hatte bekanntlich im Juni 2017 den Architektenwettbewerb für den dritten Bauabschnitt zur Erweiterung der Berufsschule für sich entschieden. Schon damals sei allerdings beim Preisgericht leise Kritik am Einsatz von Polycarbonplatten zur Fassadengestaltung geäußert worden, so Faber. Nun kommt also zweischaliges Profilglas bei den insgesamt fünf Gebäuden - drei Werkstätten, Sporthalle, Klassentrakt - zum Zug. Das Material sei ökologischer, nicht brennbar und habe eben eine andere Wertigkeit, zählte Faber die Vorteile auf. Dadurch, dass das transparente Profilglas mattiert ist, komme es auch zu deutlich weniger Spiegelungen, "das Licht wird zerstreut". Und durch die Dämmeigenschaften könne auf die sonst üblichen, störanfälligen elektrischen Jalousien verzichtet werden. Zur Höhe der Baukörper gab Alexander Faber bekannt, dass man mit 10,60 Metern nun 40 Zentimeter unter den Vorgaben des Bebauungsplans liege. Die Flachdächer sollen begrünt werden.

Faber äußerte sich auch zum Zeitplan: Noch im April soll die Eingabeplanung eingereicht werden. Es folgen weitere Detailplanungen und die Ausschreibungen, bevor die Bauarbeiten im Frühjahr kommenden Jahres starten sollen. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 vorgesehen. Was die Kosten angeht, sind die bisherigen Schätzungen offensichtlich nicht zu halten. Kreiskämmerer Thomas Netter hatte das Projekt bereits im Vorfeld wegen galoppierender Baupreise als "größtes Kostenänderungsrisiko" im Kreishaushalt bezeichnet. Aktuell ist eine Gesamtsumme von 20,1 Millionen Euro veranschlagt, wovon 7,5 Millionen Euro als staatliche Zuschüsse fließen sollen. Architekt Faber ließ aber schon durchblicken, dass die Steigerung momentan bei etwa zehn Prozent liege.

Die Erweiterung der Berufsschule war bekanntlich heftig umstritten. Eine Bürgerinitiative wollte die Pläne wegen einer ihrer Ansicht nach zu massiven Bebauung in unmittelbarer Nähe zur Willibaldsburg stoppen. Die Auseinandersetzung mündete 2016 in einen Bürgerentscheid, der dann aber deutlich zugunsten der Erweiterung des Schulkomplexes ausfiel.
Jürgen Knopp
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