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VfB Eichstätt plant den Aufstieg in die Regionalliga Bewerbung muss am 10. April abgegeben sein

"Die Jungs" brauchen Sponsorengelder

Eichstätt
erstellt am 09.03.2017 um 18:44 Uhr
aktualisiert am 13.03.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (EK) Vorige Saison war der VfB Eichstätt noch zurückgezuckt: Diesmal soll es aber wirklich mit dem Aufstieg in die vierthöchste deutsche Fußballliga klappen. Die erste Mannschaft des VfB will in die Regionalliga - und braucht dazu jetzt zügig die Zusage für 100 000 Euro Sponsorengelder.
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Eichstätt: "Die Jungs" brauchen Sponsorengelder
Die VfB-Arena, die in dieser Saison noch "Westpark-Stadion" heißt, müsste regionalligatauglich aufgerüstet werden und mindestens 2000 Zuschauerplätze bieten - das ist zu schaffen, meint Architekt Josef Böhm. Bei Publikumsmagneten wie dem FC Ingolstadt vorige Saison war das Stadion schon jetzt immer gut gefüllt. ‹ŒArch - fotos: Chloupek
Eichstätt

Insgesamt wird der Verein derzeit von 89 Geldgebern unterstützt, die 30 "größten" Sponsoren hatte der VfB nun am Mittwochabend zu einer Sponsoreninformation unter dem Motto "Regionalliga - und wir sind dabei" eingeladen. Die Zeit drängt: Der VfB muss bis 10. April, 12 Uhr mittags, seine umfassende Bewerbung für die Regionalliga abgegeben haben. Der sportliche Erfolg lässt die Hoffnung auf den Aufstieg zu. Momentan steht der VfB auf dem ersten Tabellenplatz der Bayernliga Nord und ist damit bereits jetzt hinter dem Erstligisten FC Ingolstadt die zweithöchst-spielende Mannschaft in der gesamten Region.

Für Mannschaft und Trainer ist klar: Sie wollen Bayernliga-Meister werden und dann in die Regionalliga aufsteigen, die höchste bayerische Amateurliga. Wobei das mit dem "Amateur"-Status in der Regionalliga dann schon so eine Sache wäre: Dort sind einige Profiteams gelistet, darunter die zweiten Mannschaften der Bundesligisten FC Bayern München, FC Ingolstadt, FC Augsburg und der Zweitligisten 1. FC Nürnberg, SpVgg Greuther Fürth und TSV 1860 München. Finanziell könne der VfB da sicher nicht mithalten, erklärten der Vorsitzende Thomas Hein und Abteilungsleiter Hans Benz unisono. Sportlich wollen sich die Eichstätter aber nicht verheizen lassen, bekräftigte Trainer Markus Mattes. Er ist zuversichtlich, dass das Team - natürlich an der ein oder anderen Position etwas personell verstärkt - auch eine Klasse höher bestehen könnte. Schon jetzt in der Bayernliga hat der VfB in Sachen Budget einen Platz im Tabellenkeller, sportlich steht er dagegen an der Spitze.

Das Besondere am VfB Eichstätt ist die Mannschaft selbst, die sich seit dem Durchmarsch von der Bezirksliga-Nord ab 2003 nach wie vor um Eichstätter Eigengewächse rankt und - schon mangels finanzieller Möglichkeiten - keine bezahlten "Söldner" in ihren Reihen hat.

"Die Jungs", wie sich die jungen Männer selbst als Team nennen, bekräftigen ihren Zusammenhalt auch als Marke mit eigenem Logo. Das prangt auf dem Mannschaftsbus, auf Baseballcaps und anderen Fanartikeln, die von den Nachwuchskickern in den Jugendmannschaften auch gerne und eifrig getragen werden. Der Facebook-Auftritt der "Jungs" mit über 2060 regelmäßigen Followern und über 10 000 Interaktionen wöchentlich kann sich sehen lassen. Beim Sponsorenabend war die Mannschaft nahezu vollzählig vertreten, zwei aus ihren Reihen - Florian Grau und Max Eberwein - zeigten sich mit einer sehr sympathischen Präsentation inklusive witzigem Hip-Hop-Video mit ihrer Hymne "all4one" als wirkungsvolle Werbeträger in eigener Sache.

Das Team ist attraktiv - auch auf dem Platz: Schon jetzt liegt der Zuschauerschnitt bei Heimspielen bei rund 450 und damit deutlich über dem der restlichen Bayernliga-Nord (350). In der Regionalliga liegt der Zuschauerschnitt allgemein bei 850. Der Vereinsvorsitzende Thomas Hein rechnet damit, dass der VfB das durchaus erreichen könne - zumal die Gegner ja dann auch zugkräftige Namen hätten. "Da kommen wir sicher auch schon mal auf 1500."

Das Vertrauen in die Mannschaft ist also groß - doch für die Regionalliga müssen auch noch andere Vorgaben erfüllt werden, allen voran bauliche und organisatorische Veränderungen. Der Verein muss einen eigenen abgezäunten Gästeblock einrichten - für die etwa drei bis vier "Hochrisikospiele" pro Saison. Dazu braucht es dann eine eigene Security, die auch mehr kostet als die ehrenamtlichen Ordner, die der Verein zu "normalen" Spielen stellt. Der Gästeblock mit Zaun und separatem Eingang im Südosten des Spielfeldes allein soll etwa 10 000 bis 15 000 Euro kosten. Insgesamt will der VfB sein Stadion aber mit nur 25 000 Euro regionalligatauglich umbauen. Im Wesentlichen geht es darum, dass für das Spielfeld in der Regionalliga über 2000 Zuschauerplätze - inklusive der entsprechenden Notausgänge - nachgewiesen werden müssen. "Wir kriegen das hin", erklärte der planende Architekt Josef Böhm.

Wie die VfB-Arena in der nächsten Saison heißt, steht noch nicht fest. Der "Westpark", seit zehn Jahren Hauptsponsor im Stadion und auf den Trikots, habe angekündigt, sich in der nächsten Saison zurückziehen zu wollen, sagte Thomas Hein. Es wird also auch ein neuer Hauptsponsor gesucht.

Von Eva Chloupek
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