Mittwoch, 23. Mai 2018
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Heftiger Blitzschlag verursachte vermutlich Überspannungsschäden.

"Starker Knaller" beschädigte Elektrogeräte

Eichstätt
erstellt am 15.05.2018 um 16:15 Uhr
aktualisiert am 19.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (rin) An vielen Plätzen in Eichstätt zuckten die Menschen am Montag zusammen, als während des nachmittäglichen Gewitters ein besonders starker Knall zu hören war. Nur wenig später teilte die Klinik mit, dass ein Blitz in den Wirtschaftshof des Krankenhauses eingeschlagen habe.
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Am Montag hatte es in der Pressemeldung der Klinik geheißen, dass der Blitz ?vermutlich vom Kran an der nordwestlichen Baustelle? in den Wirtschaftshof geleitet wurde.
Am Montag hatte es in der Pressemeldung der Klinik geheißen, dass der Blitz "vermutlich vom Kran an der nordwestlichen Baustelle" in den Wirtschaftshof geleitet wurde.
Marco Schneider
Eichstätt
Dem Erschrecken am Nachmittag folgte der Schock am Abend: Wer tagsüber außer Haus war, stellte erst beim Heimkommen fest, dass so manches Elektrogerät das Gewitter nicht unbeschadet überstanden hat: Über kaputte Telefone, Fernseher, aber auch Smart-Home-Steuerungen von Heizungsanlagen tauschten sich die Eichstätter noch am Abend über die Social-Media-Plattform Facebook aus. Vor allem diejenigen, die im Bereich Antonistraße, Papst-Victor-Straße und Schießstättberg wohnen, also oberhalb der Klinik Eichstätt.

Tatsächlich listet die Blitzanalyse der Internetseite kachelmannwetter.com gegen 15.10 Uhr eine Reihe von Wolkenblitzen mittlerer Stärke über dem Stadtgebiet auf - und für 15.18 Uhr einen Erdblitz mit Blitzstärke 99 kA (kilo Amper), einen sogenannten "starken Knaller", genau im Gebiet zwischen der Römerstraße und dem Schießstättberg.

Dementsprechend klingelten auch die Telefone der örtlichen Versicherungsvertreter am Dienstagvormittag: Im Büro der Allianz Versicherung Gerhard Schöpfel und bei Melanie Kobell, Kundenberaterin der Huk-Coburg, gingen mehrere Schadensmeldungen aus den betroffenen Straßenzügen ein. Bei beiden Versicherern greift meist die Hausratsversicherung - jedoch nicht immer: "Das Problem von Geräteschäden durch einen indirekten Blitzeinschlag, sogenannte Überspannungsschäden, tritt seit zwei Jahren gehäuft auf", erklärt Melanie Kobell, " 2016 wurde der Tarif angepasst, wie es regelmäßig passiert, um Schäden zu berücksichtigen, die es vorher so nicht gab." Versicherungsnehmer sollten also kontrollieren, ob ihre Hausratsversicherung auf dem aktuellen Stand sei. Wichtig sei für eine Schadensmeldung in jedem Fall, so die Versicherungsvertreter übereinstimmend, dass ein Elektriker einen Überspannungsschaden durch Blitzschlag an den Geräten feststellt.

Am Montag hatte es in der Pressemeldung der Klinik geheißen, dass der Blitz "vermutlich vom Kran an der nordwestlichen Baustelle" in den Wirtschaftshof geleitet wurde. Dienstagnachmittag gab es dazu noch keine neuen Erkenntnisse, wie die Klinik auf Anfrage mitteilte. Im Krankenhaus habe es glücklicherweise nur kurzzeitige Ausfälle der Brandmeldeanlage, der Lüftungsanlage sowie einiger Telefone gegeben.
 
Katrin Straßer
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