Donnerstag, 17. Januar 2019
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Arnbucher Bürger beklagen sich über Zustand der Straße, die durch den Ort führt - Längere Debatte um abrupt endenden Gehweg

"Wir haben nur noch eine Holperpiste"

Arnbuch
erstellt am 09.01.2019 um 17:56 Uhr
aktualisiert am 14.01.2019 um 03:33 Uhr | x gelesen
Arnbuch (pa) Die erste Bürgerversammlung nach der "Winterpause" hat am Dienstag im Arnbucher Gemeinschaftshaus stattgefunden.
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An einer Mauer endet zurzeit der Gehweg in Arnbuch. Laut einer Wortmeldung bei der Bürgerversammlung hätte die Stadt das entsprechende Grundstück für eine Fortführung kaufen sollen.
An einer Mauer endet zurzeit der Gehweg in Arnbuch. Laut einer Wortmeldung bei der Bürgerversammlung hätte die Stadt das entsprechende Grundstück für eine Fortführung kaufen sollen.
Patzelt
Arnbuch
Ortssprecher Anton Klügl junior freute sich, neben den beiden Bürgermeistern auch eine ganze Menge an Stadträten begrüßen zu dürfen.

Rathauschef Alexander Anetsberger konnte gleich zu Beginn seiner Ausführungen erfreuliche Zahlen präsentieren. "Nachdem der eingeplante Kredit noch nicht aufgenommen werden musste, setzte sich 2018 die erfreuliche, positive Entwicklung der Gesamtverschuldung fort. " Laut dem Bürgermeister müsse man lange zurückblättern, um auf einen Schuldenstand von unter fünf Millionen Euro zu stoßen. Dieser betrug am 31. Dezember 2018 exakt 4998679,99 Euro (wir berichteten). Anetsberger führte diese positive Entwicklung unter anderem auf die Einkommensteuereinnahmen der Stadt zurück.

Zum Gemeindeentwicklungskonzept wurden die sechs Maßnahmen aufgezeigt, die sich beim Dorfspaziergang in Arnbuch ergeben hatten: unter anderem die Entschärfung des Einmündungsbereichs, die Gestaltung des Platzes bei der Kirche, des Gemeinschaftshauses sowie des Dorfzentrums, die Verlegung des Kinderspielplatzes und das Wäldchen am südwestlichen Ortseingang. Bei der nächsten Stadtratssitzung am 24. Januar will man sich mit der zeitlichen Abfolge für das Gesamtkonzept näher befassen. Auf alle Fälle müsse "jeder Ortsteil gleich behandelt werden", so Anetsberger.

Arnbuch ist ein typisches Muldendorf und somit besonders gefährdet für größere Überschwemmungen, was sich in den vergangenen Jahren des Öfteren gezeigt habe. Daher wurde die Sanierung und Ertüchtigung des örtlichen Regenbeckens und des Kanals gegenüber den anderen Ortsteilen vorgezogen.

Was den DSL-Ausbau betrifft, befindet sich Arnbuch im Förderprogramm. Die Telekom hat bekanntlich bis November Zeit, den entsprechenden Ausbau über die Bühne zu bringen.

Wie bereits bei den Bürgerversammlungen in den beiden Vorjahren wurde erneut der Weiher an der Straße in Richtung Kirchbuch angeschnitten. "Der ist immer noch verwuchert", monierte ein Dorfbewohner. Laut Anetsberger habe man dieses Anliegen bereits an den Landkreis weitergegeben. Der Weiher stehe auf der Vormerkliste. "Ich hake aber gerne nochmal nach und hoffe, dass heuer was passiert. "

Eine längere Diskussion löste ein Gehweg innerhalb des Dorfes aus, der in Höhe des ehemaligen Busch-Anwesens an einer Mauer abgebrochen wird. Das den Weg einschließende Grundstück wurde inzwischen verkauft. "Hier hätte doch die Stadt reagieren und den Abschnitt für einen Fußweg ankaufen müssen - ihr habt doch ein Vorkaufsrecht", monierte eine Dorfbewohnerin. "Ja, da müssen wir dann über die Straße, und das ist äußerst gefährlich, besonders, wenn von oben ein Lastwagen kommt", bekräftigte ein weiterer Versammlungsteilnehmer. Und ein anderer Arnbucher meinte: "Wir möchten doch mit unseren Kindern gefahrlos durchs Dorf gehen können. " Laut Anetsberger bekomme man bei der Stadt von privaten Grundstücksverkäufen "oft gar nichts mit". "Außerdem haben wir nicht über das gesamte Gemeindegebiet hinweg ein allgemeines Vorkaufsrecht. Auch nicht zwangsläufig, wenn eine Straße da ist. Ich bezweifle daher, dass dies in Arnbuch der Fall gewesen wäre. " Allerdings wolle man "die Situation nochmal überprüfen".

Ein weiteres Thema betraf den Zustand der Straße durch das Dorf. "Nach der Verlegung der Stromleitung haben wir nur noch eine Holperpiste", ärgerte sich ein Versammlungsteilnehmer. "Beim Bushäuschen ist es besonders schlimm. Ein Schotterweg ist goldig dagegen", fügte der Ortssprecher hinzu. Anetsberger versprach, der Sache gemeinsam mit Vertretern des Bauamtes nachzugehen.

"Warum wurden bei der Straße von Kirchbuch nach Bitz nicht auch noch die restlichen 120 Meter ausgebaut? ", wollte ein weiterer Arnbucher wissen. Anetsberger antwortete, dass dieser Teil jenseits der Beilngrieser Gemeindegrenze liege und sich die Gemeinde Denkendorf am Ausbau der Trasse nicht beteiligt habe.

Klügl wies darauf hin, dass das Schulbusschild "Vorsicht Kinder" völlig verblasst sei. Ein Arnbucher wünschte sich eine Mülltonne im Bereich des Friedhofs. Der Ortssprecher entgegnete, dass dieses Anliegen bereits abgehakt sei. Nachdem die Gebühren auf die Grabinhaber umgelegt werden müssten, hatten sich die Dorfbewohner bereits vor Längerem schriftlich gegen eine Tonne ausgesprochen.

Zum Schluss der Versammlung wurde noch der Wunsch nach einem neuen, weiteren Gerät für den Kinderspielplatz laut. Laut Anetsbeger werde der Spielplatz "wohl noch eine Weile an der bisherigen Stelle erhalten bleiben", da noch keine Erschließungspläne für das neue Baugebiet vorliegen. Daher wolle man "gerne mal drüberschauen", ob man den bestehenden Spielplatz aufwerten könne.
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