Samstag, 15. Dezember 2018
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Das Kolpingtheater führt diesmal den heiteren Dreiakter "Der Dorfbaron" auf - Premiere ist wieder an Ostern

Die Liebe ist ein seltsames Spiel

Beilngries
erstellt am 07.12.2018 um 17:38 Uhr
aktualisiert am 12.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Beilngries (arg) Die Liebe mit all ihren Wirrungen und Hindernissen, Hoffnungen und Empfindlichkeiten bis hin zum Happy End - das ist immer wieder und gern Thema auch auf bayerischen Theaterbühnen.
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Bei der Kolpingfamilie Beilngries wird an Ostern 2019 das Stück "Der Dorfbaron" aufgeführt, ein Dreiakter von Hermann Schuster, bei dem ein heiteres Spiel rund um die Liebe an vier Abenden auf der Bühne im Jugendheim im Mittelpunkt steht. Regie führt Silvia Niedermeier (Foto).

Die Handlung ist so einfach wie erst einmal verwirrend: Obwohl Gastwirt Sixtus Grieshammer für seine Tochter Evi bereits einen Hochzeiter - nämlich den Sohn vom Schimmelbräu - erkoren hatte, will diese nichts davon wissen. Hartnäckig beharrt sie auf dem Standpunkt: "Verkuppeln lass ich mich net und dreinreden in der Liab lass ich mir auch nix! " Nach dieser deutlichen Abfuhr gibt der hartnäckige Vater aber nicht etwa auf, sondern startet einen zweiten Versuch, um sein Töchterchen gut unter die Haube zu bringen. Er lädt die reiche Zwiebelbäuerin Katharina mit ihrem Sohn Quasterl, dem nächsten potenziellen Kandidaten, ein. In der Zwischenzeit tauchen zufällig die beiden Tippelbrüder Gustl Hupf und Nazl Tupf auf. Irrtümlicherweise werden sie vom Dienstpersonal für den angekündigten hohen Besuch gehalten und königlich bewirtet. Die Verwirrung ist natürlich groß, als dann auch noch tatsächlich Mutter und Sohn im Gasthaus eintreffen. Noch dazu mischt Gustl, der sich bei seiner Vorstellung als "der Dorfbaron" ausgegeben hat, kräftig im Verwirrspiel mit, während Töchterlein Evi und der verlottert-verwegen aussehende Nazl Gefallen aneinander finden. Der Höhepunkt der Turbulenzen ist dann: Evi und Nazl wissen nicht, dass sie in Wirklichkeit von ihren Vätern längst einander versprochen waren, sich aber beide strikt geweigert hatten, irgendwelche Einmischungen in ihr Liebesleben zu dulden. Nazl, der vermeintliche Tippelbruder, ist in Wahrheit Nazl Stemmer, Sohn vom Schimmelbräu. Und die Kuppelversuche seines Vaters haben ihn dazu gebracht, sein Elternhaus zu verlassen.

Von alledem ahnt Sixtus nichts und er führt mit seinen Gästen - der Zwiebelbäuerin und ihrem Sohn - ein Gespräch über die Heirat der beiden jungen Leute. Aber auch dieses führt zu nichts, denn sogar Sixtus hat keinen Spaß an Quasterl. Als Evi aber dem Vater ihre Liebe zum Nazl offenbart, geht diesem das dann doch viel zu weit, und er weigert sich empört, einen "daherglaufenen Handwerksburschen und Haderlump" als Schwiegersohn zu akzeptieren. Es wäre kein echter Bauernschwank, wenn sich am Ende nicht doch noch alles auflösen würde - sich alle finden und der Nazl seine geliebte Evi heiraten darf. Ende gut, alles gut!

Die Aufführungen der Kolpingbühne werden von der neuen Theaterleiterin Silvia Niedermeier einstudiert. Unterstützung erhält Niedermeier bei allem Organisatorischem durch Sandra Binder. Der heitere Dreiakter wird am Ostersonntag, 21. April, Ostermontag, 22. April, sowie am Freitag, 26. April, und Samstag, 27. April, jeweils ab 20 Uhr im Jugendheim Beilngries aufgeführt. Karten gibt es zum Preis von sieben Euro ab dem kommenden Montag, 10. Dezember, bei Schuh-Sport-Schmidt in Beilngries.

Foto: Adam
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