Samstag, 15. Dezember 2018
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Expertengruppe informiert sich an der Beilngrieser Mittelschule über die Umsetzung des Profils Inklusion

Auf die Bedürfnisse der Schüler zugeschnitten

Beilngries
erstellt am 05.12.2018 um 17:43 Uhr
aktualisiert am 09.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Beilngries (nur) Seit Beginn des laufenden Schuljahres weist die Mittelschule Beilngries als einzige ihrer Art im Landkreis Eichstätt das Profil Inklusion auf.
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Zufriedene Gesichter: Ursula Fonte Martinez (vorne, 2. v. l.) und Rektor Ewald Schiebel (Mitte) zusammen mit den Gästen von Regierung und Schulamt sowie den beteiligten Lehrkräften.
Zufriedene Gesichter: Ursula Fonte Martinez (vorne, 2. v. l.) und Rektor Ewald Schiebel (Mitte) zusammen mit den Gästen von Regierung und Schulamt sowie den beteiligten Lehrkräften.
Nusko
Beilngries
Dieses ermöglicht ein besonders intensives gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf. Wie auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus nachzulesen ist, gibt es im Freistaat aktuell 356 Schulen mit diesem Profil.

Vor Kurzem war in der Beilngrieser Mittelschule eine Gruppe von Experten zu Gast, um sich vor Ort über die Umsetzung zu informieren. Dazu zählten Regierungsschuldirektor Matthias Pirkl und Regierungsschuldirektorin Monika Jakoby-Mittermaier von der Regierung von Oberbayern, Schulamtsdirektor Rudolf Färber vom Staatlichen Schulamt Eichstätt sowie Roberts Krigers, Leiter des Sonderpädagogischen Förderzentrums Eichstätt. Zusammen mit Rektor Ewald Schiebel sahen sie Beispiele inklusiver Arbeit vor Ort. Diese koordiniert und begleitet die Sonderpädagogin Ursula Fonte Martinez. Sie ist mit 13 Wochenstunden an die Mittelschule Beilngries abgeordnet. Dank des Inklusionsprofils stehen elf weitere Wochenstunden von Lehrkräften der Mittelschule zur Verfügung. Wie außerdem zu erfahren war, kann die Beilngrieser Mittelschule auf diese Weise die Arbeit der ebenfalls über das Profil Inklusion verfügenden örtlichen Grundschule nahtlos fortsetzen. Auch für Kinder aus der Förderschule ist nun unter bestimmten Voraussetzungen ein Übertritt an die Mittelschule möglich. Allerdings, so betont Schulleiter Schiebel, könne man anders als zum Beispiel beim M-Zug praktiziert nur Buben und Mädchen aus dem Bereich des Schulsprengels Beilngries aufnehmen.

Wie in diesem Zusammenhang weiter zu erfahren war, besuchen die Kinder mit besonderem Förderbedarf verschiedene Klassen. Um ein aufgrund des Profils Inklusion obligatorisches gemeinsames Lernen zu ermöglichen, praktiziert man das sogenannte Team-Teaching. Alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse bleiben in einem Raum; eine zweite Lehrkraft arbeitet mit den Kindern mit Förderbedarf. Deren Unterrichtung ist im Hinblick auf die Lernziele differenziert, außerdem erfolgt eine Aussetzung von Benotungen. Dazu erläutert Ursula Fonte Martinez: "Es profitieren nicht nur die aktuell zehn Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, sondern auch die leistungsstärkeren Schüler, da sich auch ihnen eine Lehrkraft widmen kann. " Für diese besondere Form des Unterrichts wurden an der Mittelschule Beilngries sogenannte multiprofessionelle Teams aus Klassen- und Förderlehrer sowie einem Sonderpädgogen gebildet. Dazu gehören die Lehrerin Ramona Vögele, Förderlehrer Dominik Poppeler sowie Ursula Fonte Martinez. Letzterer obliegen sowohl die Organisation dieser Zusammenarbeit als auch die Diagnostik und die ständige Fortschreibung der Entwicklung ihrer Schützlinge. Wie sich die Experten bei ihrem Besuch in der Mittelschule überzeugen konnten, klappt dieses Zusammenwirken reibungslos. Zudem, so freut sich Rektor Schiebel, seien bereits durchaus beachtliche Erfolge der inklusiven Arbeit zu erkennen.
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