Pfaffenhofen
Weniger Eisdielen als vor 20 Jahren

Der Landkreis Pfaffenhofen ist im oberbayerischen Vergleich unterdurchschnittlich versorgt

02.09.2019 | Stand 02.12.2020, 13:09 Uhr |
Neun Eisdielen gibt es im Landkreis Pfaffenhofen, an denen es sich Kinder rund Erwachsene im Sommer schmecken lassen. Im oberbayerischen Vergleich aber sind die Pfaffenhofener in Sachen Eiscreme unterversorgt. −Foto: Weidner

Pfaffenhofen (PK) Schlechte Nachrichten für Eis-Fans in der Region: Der Landkreis Pfaffenhofen ist nach einer statistischen Auswertung der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern unterdurchschnittlich mit Eisdielen versorgt.

Ausgehend von der aktuellen Bevölkerungszahl versorge eine Eisdiele im Landkreis Pfaffenhofen rechnerisch 14128 Einwohner, "der oberbayerische Durchschnitt liegt bei rund 12000 Einwohnern pro Eisdiele", heißt es in einer IHK-Mitteilung.

Demnach gibt es im Landkreis derzeit nur neun Eisdielen - und damit weniger als vor 20 Jahren. Damals wurden noch elf Eiscafés im Landkreis gezählt. Im oberbayerischen Vergleich sieht es für die Pfaffenhofener Eisschlecker in Sachen Eisdielenentwicklung ziemlich schlecht aus. Denn im gesamten Regierungsbezirk hat die Zahl der Eiscafés im gleichen Zeitraum den Angaben zufolge um 29 Prozent auf 390 zugelegt.

Die höchste Eisdielendichte hat demnach der Landkreis Garmisch-Partenkirchen mit 5200 Einwohnern je Eiscafé. Oberbayernweit die meisten Eisdielen gibt es in absoluten Zahlen in München (81), gefolgt vom Landkreis Rosenheim (31) und vom Landkreis München (30). Das Eisgeschäft ist laut IHK nach wie vor stark von Italienern geprägt: Im Landkreis Pfaffenhofen haben 40 Prozent der Eisdieleninhaber die italienische Staatsbürgerschaft, in ganz Oberbayern sind es sogar 48 Prozent. Grundlage der Auswertung sind Angaben der Geschäftsinhaber bei der Gewerbeanmeldung. Daher können in den Zahlen auch Gastronomiebetriebe wie Cafés enthalten sein, die Speiseeis anbieten.