Weilach

Weiterhin mit Philip Gadletz

TSV Weilach verlängert Vertrag mit Spielertrainer, obwohl dieser noch viele Monate ausfällt

16.03.2018 | Stand 02.12.2020, 16:41 Uhr

Freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit auch in der Saison 2018/19: Spielertrainer Philip Gadletz (2. v. l.) sowie Jörg Hörmann (l.), Helmut Wollesack (2. v. r.) und Reinhold Bitscher (r.) aus der Fußball-Abteilungsführung des TSV Weilach. - Foto: kx

Weilach (SZ) Alles supergut momentan beim TSV Weilach: Der Aufstieg in die Kreisklasse Aichach scheint machbar, die Mannschaft hat Spaß, die Grünweißen blicken also zuversichtlich in die Zukunft. Und sie tun das weiterhin mit Philip Gadletz, der Vertrag mit dem Spielertrainer wurde nun nämlich für eine weitere Saison verlängert.

"Philip ist ein super Typ, ein toller Fußballer - weshalb also sollten wir nicht auch in der kommenden Spielzeit mit ihm zusammenarbeiten wollen", fragt TSV-Fußballchef Helmut Wollesack. Nun gut, eine Antwort darauf gäbe es durchaus: weil Gadletz so schnell nicht mehr selbst kicken kann. Der 24-Jährige leidet weiterhin an den Folgen eines Kreuzbandrisses - erlitten am 27. August, in seinem erst vierten Punktspiel für die Weilacher, nach exakt erst 278 Punktrundenminuten für die Grünweißen. Das lädierte Knie wurde bislang noch nicht operiert - "und folglich dürfte es in der Tat wohl bis mindestens ins Frühjahr 2019 dauern, bis Philip selbst wieder aktiv auf dem Platz stehen kann", weiß Wollesack.

"Aber deswegen gab's bei uns im Verein trotzdem nie Zweifel daran, dass wir den Vertrag mit ihm auch für die Saison 2018/19 verlängern wollen", betont der TSV-Fußballchef: "So engagiert, so motiviert, so willig, wie sich Gadletz auch nach der schweren Verletzung bei uns präsentierte - da stellte sich die Frage überhaupt nicht, ob wir uns nach einem neuen Trainer umschauen wollen. Es passt einfach mit Philip, Punkt, aus - und wir sind sehr froh, dass wir ihn haben."

Natürlich, das gibt Wollesack unumwunden zu, hätten sie Gadletz aktuell auch gerne als aktiven Kicker auf dem Spielfeld. "Andererseits ist unser Kader im Vergleich zu den Vorjahren deutlich größer geworden", so der Abteilungsboss der Grünweißen: "Wir können es uns also leisten, in aller Ruhe darauf zu warten, bis Philip wieder hundertprozentig fit ist. Seine Arbeit als Coach erledigt er ja sowieso vorbildlich."

Wenn wir schon gerade beim Personal sind: Die TSV-Möglichkeiten in dieser Hinsicht haben sich nun ja erneut verbessert - aufgrund von gleich drei Verstärkungen in der Winterpause. Besonders spektakulär hierbei: die Verpflichtung der beiden Pitsias-Brüder Niko und Ioannis vom FSV Pfaffenhofen beziehungsweise von der DJK Langenmosen. "Beide sind große Talente - und beide wollten jetzt unbedingt wieder miteinander, beim gleichen Verein, Fußball spielen", erklärt Wollesack, weshalb die zwei Offensivakteure ab sofort für die Grünweißen auf Punktejagd gehen. Dass ihr Vater Kostas Pitsias einst als Spielertrainer beim TSV gearbeitet hatte und laut Wollesack immer noch "ein sehr guter Freund des Vereins" ist, kam den Weilachern bei diesen Transfers gewiss auch zugute. "Wir sind jedenfalls sehr glücklich darüber", sagt der Fußballchef des TSV.

Nicht minder stolz ist er auf die dritte Winter-Neuverpflichtung, nämlich Manuel Daurer. "Er ist ebenfalls ein junges Talent, kann nahezu alles spielen, ist flexibel einsatzbar", so Wollesack über den 20-Jährigen, der vom Kreisligisten FC Gerolsbach nach Weilach kam: "Ihn kann man hervorragend formen. Er hat absolut das Potenzial, Stammspieler bei uns zu werden."

Die zusätzlichen Alternativen im Kader - weitere Mosaiksteinchen dafür, dass es am Saisonende mit dem Sprung hoch in die Kreisklasse klappt? "Selbstverständlich werden wir alles daran setzen", bestätigt Wollesack. Aber sollte es zum Schluss doch nicht zum Aufstieg reichen, ginge die Weilacher Fußballwelt deswegen nicht unter. "Wir müssen nicht unter allen Umständen hinauf. Wenn nicht, dann eben nicht", so der TSV-Abteilungsleiter völlig unaufgeregt. Wobei, wenn er so nachdenkt: "Verdient hätten wir es auf jeden Fall, dass wir aufsteigen. Allein, wie wir die Kreuzbandrisse von Philip Gadletz am vierten und dann von Johannes Höß am fünften Spieltag verkrafteten, wie wir immer wieder Gas gaben, das war schon super."

In der Tat: In bislang 15 Saisonpartien erlitten die Weilacher erst eine Niederlage, mit erst zehn kassierten Gegentreffern besitzen sie die beste Defensivabteilung - und ihre 48 erzielten Tore bilden ebenfalls den aktuellen Bestwert der A-Klasse Aichach. Weshalb die Grünweißen in der offiziellen Tabelle trotzdem nur auf Rang zwei momentan stehen? "Tja, das ist wirklich nur schwer zu verstehen", antwortet Wollesack mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Zwei Wochen haben die Weilacher nun noch Zeit, um sich in Form zu bringen, ehe es wieder um Punkte geht. "Gleich zu Beginn müssen wir ein wahres Hammerprogramm absolvieren - mit einem Auswärtsspiel in Mauerbach und dann dem Schlager zu Hause gegen den derzeitigen Tabellenführer SV Wulfertshausen", weiß der TSV-Abteilungsboss. Konzentriert, aber auch mit dem nötigen Spaß wollen die Grünweißen das Ganze angehen. "Wir haben keinen Stress und machen uns auch keinen", so Wollesack abschließend.