Eichstätt

Vom dunklen Leid ins helle Licht

Ausstellung und Meditation mit Bildern von Monika Schleicher-Mödl in Rebdorf

31.03.2022 | Stand 04.04.2022, 3:34 Uhr

Eichstätt - "Ukraine" lautet der Titel zu einem der besonders bewegenden Bilder, die am Wochenende im Kreuzgang neben der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Rebdorf ausgestellt waren: Über Zerstörung und blutrotem Grund fliegt die Friedenstaube.

Eine Dornenkrone ist um ihren Körper gebunden, im Schnabel trägt sie einen Zweig mit zarten Blättern. Auf Leinwand festgehaltene Hoffnung.

Gemalt hat dieses Bild Monika Schleicher-Mödl. Leid, Angst und Tod sind ebenso ihre Themen wie Licht und Hoffnung. 25 ihrer Gemälde waren im Rebdorfer Kreuzgang zu sehen - und zu erleben.

Zu einer sinnlichen Bildmeditation hatte die Pfarrei am Samstagabend in die Pfarrkirche eingeladen. Ludwig Mödl, emeritierter Professor für Pastoraltheologie der Uni München und ehemaliger Regens des Eichstätter Priesterseminars, sprach zu den Bildern. Er spannte den Bogen vom allgegenwärtigen menschlichen Leid, dem keiner entrinnen könne, zum christlichen Glauben, der auch angesichts des Todes dem Leben Sinn gebe. Der Glaube erlaube eine neue Perspektive auf den Tod, da er auf Erlösung hoffen lasse, sagte Mödl. "Diese christliche Kernbotschaft findet sich in den Bildern der Künstlerin. " Farben und Licht stehen dem Schrecken gegenüber.

"Jeder Mensch kennt beide Seiten: das Dunkle und das Licht", sagt Schleicher-Mödl über ihre Kunst. "Zwischen diesen beiden Polen spielt sich unser Leben ab. " Im bevorstehenden Osterfest sehe sie aber ein Hochfest der Hoffnung und der Auferstehung.

Musikalisch untermalt wurde die Bildmeditation von Bernhard Mödl am Klavier und Birgit Muhr-Spanhel am Cello. Im Anschluss waren alle Besucher der Meditation zur Betrachtung der Gemälde in den Kreuzgang eingeladen.

aaf