Aresing

Umlegung erforderlich

06.07.2016 | Stand 02.12.2020, 19:35 Uhr

Aresing (pre) Bereits im April hatte sich der Gemeinderat dafür entschieden, dass die Kläranlage in Autenzell an Aresing und somit an die Kläranlage Schrobenhausen angeschlossen wird (wir berichteten). Bisher leiten die Autenzeller und auch die Bewohner von Ober- und Unterweilenbach ihr Abwasser in die Teichkläranlage in Autenzell ein, die aber Mängel bei der Reinigungsleistung aufweist.

Das hatte das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt festgestellt; es hatte die Gemeinde aufgefordert, Abhilfe zu schaffen. Ein Anschluss an die Zentralkläranlage Schrobenhausen sei langfristig die bessere Lösung, hatte das Ingenieurbüro Mayr aus Aichach ermittelt. In der jüngsten Sitzung stimmte der Gemeinderat nun für den Abschluss eines Ingenieurvertrags für die anstehenden Arbeiten mit dem Büro.

Die Kosten der Baumaßnahme bezifferte das Büro vorab mit rund 1,1 Millionen Euro. Rund 75 Prozent davon müssten dann die Grundstücksbesitzer über einmalige Verbesserungsbeiträge oder über wiederkehrende Gebühren begleichen. Künftig werden dann, informierte Bürgermeister Klaus Angermeier, die bisher getrennten Abwasseranlagen von Aresing und Autenzell zu einer Einheit zusammengeführt.

Das allerdings bedeute auch, sagte der Rathauschef, dass die Kosten für den Bau und die Unterhaltskosten auch von den Aresinger Kanalanschließern mitgetragen werden müssten. Angermeier: "Die geltende Rechtsprechung lässt hier keine andere Abrechnung zu." Der Rat legte fest, die Kosten über die Schmutz- und Niederschlagswassergebühren umzulegen - damit werden sich die Gebühren für die Bewohner der Orte Aresing, Autenzell sowie Ober- und Unterweilenbach etwas erhöhen. Angermeier rechnete vor: "Das verursacht bei einem Haushalt mit vier Personen und damit durchschnittlich rund 200 Kubikmetern Schmutzwasser jährliche Mehrkosten von etwa 100 Euro." Für die Vorfinanzierung der Maßnahme müsse die Gemeinde einen Kredit aufnehmen.