Walting

Umfangreiche Baumaßnahme von Pfünz bis nach Walting geplant

26.04.2022 | Stand 30.04.2022, 3:34 Uhr
Idyllisch gelegen, nicht mehr die Jüngste: Ab Mai wird die Altmühlbrücke bei Pfünz unter Vollsperrung saniert. Sie stammt aus dem Jahr 1978. −Foto: Staatliches Bauamt

Pfünz - Das Staatliche Bauamt Ingolstadt beabsichtigt, die Brücke über die Altmühl bei Pfünz zu sanieren.

In einem zweiten Schritt soll dann auch noch die Fahrbahn zwischen Pfünz und Walting erneuert werden. Dazu muss die Staatsstraße komplett gesperrt werden. Die Arbeiten werden sich insgesamt über mehrere Monate ziehen. Der Beginn der Maßnahme ist für Anfang Mai geplant. Der Abschluss ist für Anfang Oktober anvisiert.

Ein Kern des Projekts ist die Brückensanierung. Das Bauwerk stammt aus dem Jahr 1978 und muss an grundlegenden Bauwerksteilen instandgesetzt werden. Auf einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern müssen die Bauwerksabdichtung und die Entwässerungseinrichtungen erneuert werden. Gleiches gilt für die Übergangskonstruktionen am Ende. Durch das Eindringen des Wassers in den Beton entstanden im Frost-Tau-Wechsel starke Beschädigungen im gesamten Bauwerksbereich. Zahlreiche Abplatzungen des Betons lassen die Bewehrung frei verwittern und führen zu starken Rostschäden. Ebenfalls deutlich vom Rost angegriffen ist das knapp 200 Meter lange Geländer der Brücke, das zudem nicht mehr den aktuellen Vorschriften entspricht. Diese werden im Zuge der Maßnahme ersetzt. Für den Bauwerksunterhalt werden die erforderlichen Treppen an den Böschungen des Brückenbauwerks nachgerüstet.

Unterstützungvom Kindergarten

In diesem Streckenabschnitt sind noch weitere Bauwerke über einen Geh- und Radweg und den Pfünzer Bach enthalten. Die Vollsperrung soll laut Bauamt bestmöglich ausgenutzt werden, um auch an diesen Brücken die schadhaften Geländer zu erneuern und Böschungstreppen für den laufenden Unterhalt nachzurüsten.

Auf Vermittlung von Waltings Bürgermeister Roland Schermer hat das Staatliche Bauamt Ingolstadt tatkräftige Unterstützung von besonderer Seite erhalten: Denn bei der Form- und Farbgebung des Geländers waren die Buben und Mädchen des Kindergartens St. Nikolaus aus Pfünz maßgeblich mitbeteiligt. Das Bauamt freut sich ausdrücklich über die Unterstützung der Nachwuchsingenieure des Kindergartens - und natürlich auf die Umsetzung des ausgewählten Brückengeländers.

Zur Sanierung der Staatsstraße wird die beauftragte Baufirma den Angaben zufolge rund 30000 Quadratmeter der schadhaften Fahrbahn abfräsen. Durch den Einbau einer zusätzlichen Asphaltschicht wird der Asphaltaufbau der Fahrbahn verstärkt und damit der Verkehrsbelastung auf der Staatsstraße angepasst. Um die hierfür benötigten 6800 Tonnen Asphalt anzutransportieren, sind rund 350 Lkw-Fahrten nötig.

Straßensperrefür die Sicherheit

Für einen Asphalteinbau und die Brückensanierung unter halbseitiger Sperrung ist nicht ausreichend Platz vorhanden, um die Verkehrsteilnehmer an den zahlreichen Baumaschinen im Brückenbereich entlangzuführen. Nur unter Vollsperrung der Straße können die Bauarbeiter sicher arbeiten, wie Abteilungsleiterin Elena Merk mitteilt. Außerdem macht die Vollsperrung einen Einbau der Asphaltdeckschicht auf der ganzen Fahrbahnbreite, ohne schadensanfällige Mittelnaht, möglich.

Nach den Plänen des Bauamts beginnt die Vollsperrung ab Montag, 2. Mai, und dauert voraussichtlich bis Anfang Oktober. Die Zufahrt von Eichstätt kommend ist bis Landershofen und dem Abzweig zur Almosmühle frei. Die Vollsperrung beginnt in Pfünz an der Kreuzung mit der Eichstätter Straße. Der Kreuzungsbereich bleibt frei befahrbar. Lediglich die Durchfahrt Richtung Eichstätt über das Bauwerk ist nicht möglich.

Für den zweiten Teil der Arbeiten, die Sanierung der Fahrbahn von Pfünz bis nach Walting, soll die Staatsstraße 2230 im Juni gesperrt werden.

Die Verkehrsteilnehmer von Eichstätt kommend werden nach Pfünz über die B13 Richtung Eitensheim nach Hitzhofen geleitet. Aus Fahrtrichtung Kipfenberg kommend mit Zielrichtung Eichstätt werden die Verkehrsteilnehmer über die Kreisstraße bei Walting nach Rapperszell umgeleitet. Die Umleitungsstrecke wird beschildert.

Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro und werden vom Freistaat Bayern getragen.

EK