Pfaffenhofen

Ukrainehilfe Pfaffenhofen sucht neue Halle

Helfer müssen umziehen - Umsonstladen und Hilfsmittelannahme benötigen schnelle Lösung

23.03.2022 | Stand 27.03.2022, 3:34 Uhr
Die Kisten mit Hilfsmitteln können die freiwilligen Helfer nur noch bis Donnerstag in der Kunsthalle stapeln. Danach brauchen sie so schnell wie möglich ein neues Dach über dem Kopf, um mit dem Umsonstladen für Flüchtlinge und der Warenannahme dorthin umzuziehen. Am besten schon ab Samstag, damit die Ukrainehilfe die Pforten bereits ab Montag nächster Woche wieder öffnen kann. −Foto: Käser

Pfaffenhofen - Jetzt muss es schnell gehen, damit die Pfaffenhofener Ukrainehilfe zum Ende dieser Woche hin nicht ohne Dach über dem Kopf dasteht.

"Wir suchen so schnell wie möglich eine neue Halle", sagt Organisator Markus Käser. Er hat die großangelegte Hilfsaktion, die noch bis zum Donnerstag in der Kulturhalle am Ambergerweg beheimatet ist, zusammen mit Tanja Eifertinger und deren ehrenamtlichen Helfern aus dem Kleiderkammer-Team ins Leben gerufen. Da der Krieg in der Ukraine mittlerweile in die fünfte Woche geht, in der Krisenregion kein Ende in Sicht zu sein scheint und immer mehr Flüchtlinge in den Landkreis strömen, möchte Käser die Hilfsaktion weiter vorantreiben - und das über einen deutlich längeren Zeitraum. "Bis jetzt war sie bis zum 24. März begrenzt. Aber wir möchten sie über ein halbes Jahr weiterlaufen lassen", sagt Käser. Über einen derart langen Zeitraum kann der Neue Pfaffenhofener Kunstverein auf seine Ausstellungshalle jedoch nicht verzichten - und daher suchen die Pfaffenhofener Ukrainehelfer ab sofort händeringend eine neue und dauerhafte Bleibe.

Die Halle habe sich in den vergangenen zwei Wochen zu einem Dreh- und Angelpunkt für Spender, Flüchtlinge und freiwillige Helfer entwickelt, fährt Käser fort. Ankommende Ukrainer, die sich eine Erstausstattung holen, geben sich mit Spendern, die Hilfsgüter oder Bargeld vorbeibringen, und Freiwilligen, die selbst mit anpacken wollen, die Klinke in die Hand. "Das Angebot soll weitergehen", findet Käser. Das Orgateam und der Trägerverein wollen den Umsonstladen für Ukrainer und die Sammelaktion bis Ende September, aufrecht erhalten. "Organisatorisch werden sich dadurch etliche Änderungen ergeben", meint Käser. Doch diese könne er erst genau festlegen, wenn eine neue Halle gefunden sei. An deren Standort hat er gewisse Anforderungen. "Sie sollte sich irgendwo im Stadtgebiet von Pfaffenhofen befinden, gut anfahrbar sein - auch mit Sattelschleppern - und natürlich trocken", sagt Käser. Mindestens für ein halbes Jahr sollte die Halle der Ukrainehilfe zur Verfügung stehen - "und vor allem ab sofort".

Am liebsten würden die Ehrenamtlichen den Umzug unverzüglich anpacken. Schon an diesem Samstag stünden genug Helfer und Fahrzeuge zur Verfügung, um die unzähligen Kisten, Tische und alles weitere aus der Kunsthalle an die neue Adresse zu bringen. "Wir brauchen keinen langen Vorlauf", sagt Käser. Am allerliebsten sollen der Umsonstladen und die Hilfsgüterannahme schon am kommenden Montag, 28. März, an neuer Stelle wieder ihre Pforten öffnen.

Markus Käser steht ab sofort parat, um die Standortsuche zu koordinieren. Unter seiner Handynummer (0163) 4031165 ist er erreichbar und freut sich über jeden Anruf, der womöglich Erfolg verspricht. "Je schneller, desto besser - am liebsten jetzt gleich sofort", fügt er an. Wer sich über die Pfaffenhofener Hilfsaktion allgemein informieren möchte, kann sich online über www. paf-spendet. de ein Bild davon machen.

PK

Patrick Ermert