Ingolstadt

Spenden von Privaten, Firmen und Stadt: 50000 Euro für Babyboxen für Flüchtlinge auf Lesbos

27.10.2020 | Stand 02.12.2020, 10:16 Uhr
200 Babyboxen werden an Frauen im Flüchtlingslager auf Lesbos verteilt. Über das Ergebnis der Spendenaktion berichteten (von links) Organisator Georg Chondros, Bürgermeisterin Dorothea Denecke-Stoll und Kulturreferent Gabriel Engert. −Foto: Bernd Betz/Stadt Ingolstadt

Ingolstadt - Als ein "Zeichen der Solidarität" bewertet Bürgermeisterin Dorothea Denecke-Stoll das Ergebnis der Spendenaktion für Flüchtlinge auf der Insel Lesbos.

 

Insgesamt kamen fast 35000 Euro zusammen, die von der Stadt auf 50000 Euro aufgestockt wurde. Der Betrag wurde für den Kauf von Babyboxen verwendet.

Wie berichtet, hatte die Stadt Mitte September einen Aufruf gestartet, um den Familien im Flüchtlingslager auf der griechischen Mittelmeerinsel Lesbos zu helfen. Vor allem für Kinder und schwangere Frauen sei die angespannte Situation im Flüchtlingslager Moria eine Herausforderung. In den Babyboxen findet sich eine umfangreiche Erstausstattung für Babys, vor allem Windeln, Kleidung, Schnuller, Fläschchen und Pflegeprodukte. Die Box selbst kann zudem als Babybett verwendet werden, so dass natürlich auch ein Schlafsack und ein Kissen in dem Paket enthalten sind. Die ursprüngliche Idee zu diesen Babyboxen stammt aus Finnland.

In Deutschland werden solche Babyboxen bisher nicht hergestellt oder vertrieben. Ein Fachgeschäft aus dem Raum Augsburg erklärte sich bereit, diese Boxen für die Flüchtlinge auf Lesbos zusammenzustellen, selbstständig zu packen und der Stadt versandfertig zur Verfügung zu stellen. Insgesamt konnten mit den Spendengeldern zweihundert Babyboxen gepackt werden.

Die versandfertigen Pakete werden gemeinsam mit Georg Chondros, einem Ingolstädter Bürger, der auf Lesbos geboren wurde, nach Griechenland gebracht und an die ortsansässige Stiftung "Starfish Foundation" übergeben. Die Stiftung wird die Babyboxen nach Angaben der Stadt direkt an bedürftige Frauen und Familien verteilen.

Wie Kulturreferent Gabriel Engert vor der Presse betonte, habe man großen Wert darauf gelegt, dass die Boxen wirklich bei den Flüchtlingen ankommen. Die Spenden stammen von Firmen und Privatleuten, die größte Einzelspende lag bei 10000 Euro. "Ich bin sicher, dass alles da ankommt, wo der Schmerz am stärksten ist", sagte Chondros. Er zeigte höchst erfreut über diese "Hilfsbereitschaft ungeahnten Ausmaßes. Danke, Ingolstadt. "

DK