München
Seehofer ruft CSU zum Kämpfen auf: Jammern helfe nicht

13.09.2018 | Stand 02.12.2020, 15:41 Uhr
Horst Seehofer (CSU), Bundesinnenminister, gibt der dpa im Bundesinnenministerium ein Interview. −Foto: Michael Kappeler

Nach der neuen 35-Prozent-Umfragepleite nur einen Monat vor der Landtagswahl hat CSU-Chef Horst Seehofer seine Partei zum Kämpfen aufgerufen. „Jammern hilft nicht weiter“, sagte der Bundesinnenminister in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

„Umfrageergebnisse verbessern sich nicht, indem man jammert, sondern indem man dagegen ankämpft.“ Es seien noch vier Wochen bis zur Wahl. „Da müssen wir richtig powern.“ Auf die Frage, ob die CSU die absolute Mehrheit auf Dauer aufgeben müsse, sagte er: „Nein, natürlich nicht. Das Umfrageergebnis ist schmerzlich, das ist nicht schön - aber daraus kann man keinen Dauertrend ablesen.“

In dem am Mittwoch veröffentlichten „Bayerntrend“ des Bayerischen Rundfunks war die CSU auf nur noch 35 Prozent abgesackt. Dies sind noch einmal drei Prozentpunkte weniger als im Juli - so wenig wie noch nie seit 1998, seit es den „Bayerntrend“ gibt. Mit einem solchen Ergebnis würde die CSU ihre absolute Mehrheit im Landtag bei der Wahl am 14. Oktober verlieren. Am Samstag will sich die CSU auf einem Parteitag in München auf die heiße Wahlkampfphase einschwören.

Seehofer lehnte es erneut ab, über mögliche Koalitionsoptionen zu spekulieren. „Wir kämpfen darum, so stark zu werden wie möglich. Ich kämpfe nicht für irgendwelche Koalitionen, ich führe keine Koalitionsdiskussionen“, betonte der Parteivorsitzende.

dpa