Ingolstadt
Noch Geld im Topf

Stadt unterstützt lärmgeplagte Bürger

06.12.2016 | Stand 02.12.2020, 18:57 Uhr |

Ingolstadt (DK) Lärm macht krank, darüber kann Gesundheitsreferent Rupert Ebner viel erzählen. Schallschutzfenster schaffen deutliche Besserung. Gerade in einer Industriestadt mit starkem Verkehrsaufkommen sei der Schutz der Bürger vor Lärm ein wichtiges Ziel.

Obwohl sich in den 1970er-Jahren nicht einmal die Hälfte der heutigen Fahrzeugmasse über die Ingolstädter Straßen wälzte, so Ebner, habe der Lärm bereits eine große Rolle in der öffentlichen Wahrnehmung gespielt. Die Stadt wollte zumindest den Bürgern, die sehr hohen Pegeln ausgesetzt waren, den Einbau von Schallschutzfenstern erleichtern. 1979 beschloss der Stadtrat die "Richtlinien für die Förderung des Einbaus von Schallschutzfenstern". Auf eine Förderung von 25 Prozent der Einbaukosten konnten Bürger hoffen, deren Häuser Schallpegeln von 65 dB(A) zur Tag- und 55 dB(A) zur Nachtzeit ausgesetzt waren.

Es folgten weitere städtische Förderprogramme für Schallschutzfenster. 1987 beschloss der Stadtrat, die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG) grundsätzlich mit 50 Prozent der Einbaukosten von Schallschutzfenstern zu unterstützen. "Die GWG profitierte in den vergangenen Jahren von hohen Zuschüssen", heißt es in einem Rückblick der Stadt. Im Laufe der Zeit seien die Anträge auf Förderung jedoch zurückgegangen. Viele der infrage kommenden Wohnhäuser waren bereits mit Schallschutzfenstern ausgestattet. "Außerdem entschieden sich finanziell weniger gut aufgestellte Hauseigentümer oft für Fenster der Schallschutzklasse III, weil diese erheblich günstiger sind als Fenster der Schallschutzklasse IV, selbst wenn diese gefördert werden", so die Stadt.

2014 wurden die Richtlinien für die Förderung modernisiert - das erhöhte die Zahl der potenziellen Empfänger. Gesundheitsreferent Ebner weist jetzt darauf hin, dass trotz der Sparsamkeit der Stadt noch Geld im Fördertopf ist: 14 000 Euro in diesem und auch im nächsten Jahr. Bürger, die die Voraussetzungen erfüllen, könnten mit Zuschüssen bis zu 5000 Euro rechnen. Ebner ermuntert, davon Gebrauch zu machen.

Auskünfte zum Antragsverfahren erteilt Burkhard Förster im Umweltamt unter Telefon (0841) 3 05-25 41.