Gerolsbach
Mobilfunk: Netz wird analysiert

20.04.2020 | Stand 02.12.2020, 11:31 Uhr |

Gerolsbach - Dass es im gesamten Gemeindegebiet von Gerolsbach nur einen einzigen weißen Flecken in der Mobilfunkversorgung geben soll - das hatte offenbar die Regierung von Oberbayern mitgeteilt -, wollte man im Gemeinderat nicht glauben.

Schließlich gibt es immer wieder eine Vielzahl an Beschwerden von Bürgern, die keinen Handyempfang haben. Deswegen lässt die Gemeinde nun selbst eine Untersuchung erstellen. Das kostet gut 5000 Euro. Den Auftrag bekommt die Firma IK-T, die bereits eine ähnliche Analyse für den ganzen Landkreis gemacht hat.

Gerolsbach nimmt am bayerischen Mobilfunkförderprogramm teil. Die Schließung der Lücken im Netz wird nicht ohne den Einsatz öffentlicher Gelder gehen, weil, wie Bürgermeister Martin Seitz sagte, kein Netzbetreiber bereit sei, den Ausbau eigenwirtschaftlich zu schultern. Das heißt: Die Gemeinde muss die Infrastruktur selbst zur Verfügung stellen, kann aber mit bis zu 90 Prozent Förderung vom Staat rechnen. Darüber hinaus wäre ein Zuschuss von 50000 Euro möglich, wenn im Rahmen einer Interkommunalen Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden nach gemeinsamen Lösungen zur Schließung der Netzlücken gesucht wird. Das will Gerolsbach machen und braucht dazu nun detaillierte Daten. Die soll IK-T liefern.

Für Peter Wörle (CSU) war es unverständlich, dass es nicht eine bessere Zusammenarbeit der Mobilfunkanbieter gebe. Die Gemeinde müsse Tausende von Euro in die Hand nehmen, nur damit dann am Ende ein einzelner Anbieter die Lücken im Netz schließen werde. Alle Bürger, die Verträge mit anderen Anbietern haben, hätten davon nichts, schimpfte Wörle.

Im Übrigen geht es beim Netzausbau in Gerolsbach nicht um modernste Techniken, sondern erst einmal um eine Grundversorgung. Das stellte Geschäftsleiter Thomas Kreller klar: "Es wird immer vom 5G-Standard geredet. Bei uns geht es da um 2G. "

bdh