Hög

Mit einem Lächeln Hilfe schenken

Erster Benefizabend für Miriam Fackler unter dem Motto "Günze & Freind" war ein voller Erfolg

12.11.2019 | Stand 02.12.2020, 12:38 Uhr
Beste Unterhaltung gab es beim Benefizabend zugunsten von Miriam Fackler im Höger Gasthaus Söltl auch dank Mentalist Stefan Schmitt (linkes Bild rechts) und Sänger und Gitarrist Tobias Enzl. −Foto: Vogl

Hög (vov) "Für einen guten Zweck bestens unterhalten zu werden - das ist großartig", brachte es Christian Fackler auf den Punkt.

Zugunsten von Facklers Tochter Miriam, die am Gen-Defekt RETT-Syndrom erkrankt ist, veranstaltete Günter Held erstmals einen Benefizabend mit verschiedenen Künstlern im ausverkauften Saal im Gasthof Söltl - und der kam bestens an.

"Wein, Weib und Comedy", versprach der 35-jährige Polizeibeamte und Veranstalter Held bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste augenzwinkernd. Er führte mit bayrischem Charme durchs Programm und trat während des fast vierstündigen Abends auch selbst auf. Zum Auftakt heizte der aus Untergriesbach bei Passau stammende Sänger Tobias Enzl den Gästen musikalisch ein.

Enzl ist Leadsänger der Nürnberger Band "There is no try", zieht aber auch solo mit Gitarre und Loop-Station durch die Republik. Musikalisch erinnern einige seiner Stücke auf angenehme Weise an den jungen Rainhard Fendrich. Im Söltl-Saal spielte Enzl unter anderem einen seiner bekanntesten Hits - "Bergbauer is ma" - und brachte die begeisterten Gäste zum Mitwippen und Mitklatschen. Held führte außerdem zusammen mit Corinna Holzcer und Frank Falkenburger von der Reichertshofener Theatergruppe zwei lustige Theaterstücke auf. Viele Lacher und viel Applaus gab es beispielsweise beim Sketch über eine Eheberatung, in der das geschliffene Mundwerk der Ehefrau (Corinna Holzcer) im Schlagabtausch mit dem etwas einfältigen Gatten (Frank Falkenburger) immer wieder für Erheiterung sorgte.

Für Verblüffung und magische Momente sorgte der Mentalist Stefan Schmitt aus Fürstenfeldbruck. Schmitt war kurzfristig für den Zauberer Stephan Falkenburger eingesprungen. Um Unglaubliches Wirklichkeit werden zu lassen, setzte der Mentalist auf Kartentricks und mentalen Kunststücke. Dazu brauchte er die Hilfe des Publikums: Fünf Gäste durften auf der Bühne verdeckt weiße und schwarze Kugeln ziehen. Bereits nach wenigen Minuten konnte Schmitt treffsicher zuordnen, wer die weißen Kugeln und wer die schwarze Kugel gezogen hatte - obwohl ihn einige Kandidaten angeflunkert hatten. Den fünf Gästen auf der Bühne sowie dem Publikum stand die Verblüffung ins Gesicht geschrieben.

Einen Angriff auf die Lachmuskeln gab es beim Auftritt von Ralf Winkelbeiner von den Starkbierfreunden Manching, der inzwischen auch erfolgreich als Kabarettist tourt. Mit einem Feuerwerk an Witzen und Gags entführte Winkelbeiner in die absurden Welten des Alltags: vom Seniorenturnen ("Turne bis zur Urne") bis zur Begegnung mit einer alten Dame auf dem Friedhof ("Sie haben's gut, Sie können schon gießen - ich muss noch kochen") war eine große Bandbreite an absurden und witzigen Situationen dabei. Das begeisterte Publikum erklatschte sich von Winkelbeiner noch eine Zugabe.

Der Vater von Miriam Fackler stellte die Stiftung zugunsten der Forschung am RETT-Syndrom kurz vor. Er zeigte sich gerührt über das große Interesse an der Veranstaltung: "Es freut mich total, dass so viele Gäste da sind. " Am Ende kam eine Benefizsumme von 2300 Euro für Miriam Fackler zusammen.