Ingolstadt
Maria Theresia ziert den Klenzepark

Das Gartenamt pflanzt 600 neue Rosen, die zum Jubiläum blühen sollen

22.10.2012 | Stand 03.12.2020, 0:55 Uhr |

Gärtnerin Anja Kaltenegger bei der Arbeit: Die neue Rosenstöcke werden in den Boden im Rosengarten eingepflanzt - Foto: Rössle

Ingolstadt (DK) Queen Elizabeth war nicht mehr schön genug. Also musste sie weichen. Ihren Platz nimmt jetzt Maria Theresia ein. Im Klenzepark ist damit die Vorherrschaft der Windsors beendet.

Die Habsburger haben nun das Sagen. Royals im Klenzepark? Und noch nicht mal bayerische? Na dann wenigstens eine Österreicherin: Die Rose Maria Theresia soll neben 30 anderen Sorten den Rosengarten im Klenzepark neu erblühen lassen.

Der lange und kalte Winter mit seinem extremen Frost Anfang des Jahres und dann auch noch Eisheilige, die ihrem Namen alle Ehre machten: Das schlechte Wetter ist schuld am Rosenaustausch.

„Die alten Rosen haben erheblichen Schaden erlitten. Für die neuen 600 Rosenstöcke haben wir knapp 3000 Euro investiert.“, erklärt Hanne Roth, die neue Fachberaterin für Gartenkultur und Landespflege.

Um die neuen Blumen anzupflanzen, hat das Gartenamt bereits vergangene Woche damit begonnen, den Boden im Rosengarten auszutauschen. Ähnlich wie bei Apfelbäumen lassen sich neue Rosen nämlich nicht einfach in die alte Erde nachpflanzen. Der Grund liegt in der Zersetzung von Wurzelresten, bei der Stoffwechselprodukte entstehen, die wiederum giftig auf die jungen Faserwurzeln wirken. Aufgefüllt wurden die Beete mit speziell angemischter Rosenerde. Außerdem wurde der Staudenanteil um ein Drittel reduziert, um den edlen Rosen den ihnen gebührenden Platz zu gewähren. Maria Theresia und Konsorten sollen dem Rosengarten wieder zu neuer Blüte und altem Glanz verhelfen.

Ausgesucht wurden die Sorten freilich nicht nach dem Bekanntheitsgrad ihrer Namen. Hauptkriterium war ihre Widerstandsfähigkeit, wobei das Gartenamt darauf geachtet hat, das Farbkonzept des alten Rosengartens beizubehalten.

„Unter meiner Regie wird sich noch einiges im Klenzepark verändern.“, kündigt Roth an. Der Rosengarten ist ihre erste Tat. „Diesen Herbst wird neben dem Rosengarten noch die Staudenfläche hinter dem Grasse-Garten teilerneuert.“

Wer neben Maria Theresia den Maler Botticelli das Genie Leonardo da Vinci oder die Chemikerin Marie Curie als Rose bewundern möchte, der kann dies pünktlich zum 100-jährigen Bestehen des Gartenamts im nächsten Jahr tun. Und wie lässt sich dieses Jubiläum besser feiern, als mit der Unterstützung dieser illustren Gesellschaft.