Allersberg

KU in der Kritik

Roger Bitsch bemängelt fehlende Einsicht

23.01.2020 | Stand 02.12.2020, 12:08 Uhr

Allersberg - Einstimmig hat der Allersberger Marktgemeinderat in seiner Sitzung am Montag die Jahresrechnung für 2018 festgestellt und der Verwaltung dafür die Entlastung erteilt, nachdem der Prüfungsausschuss die örtliche Rechnungsprüfung vorgenommen hatte.



Rund eine halbe Million Euro wurden dabei im Verwaltungshaushalt mehr eingenommen und ausgegeben als dies der Haushaltplan vorgesehen hatte. Im Vermögenshaushalt hat die Steigerung an Einnahmen und Ausgaben sogar mehr als 1,7 Millionen Euro oder umgerechnet 16 Prozent betragen.

Eine Million Euro hat der Markt im Jahr 2018 an neuen Kredite aufgenommen, womit am Jahresende ein Schuldenstand von über 10,7 Millionen Euro zu Buche stand bei einer Tilgungsleistung von knapp 568000 Euro. Gewaltig gestiegen ist die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt, die statt der im Haushalt vorgesehenen 1,5 Millionen Euro am Jahresende knapp 2,5 Millionen Euro betrug.

Im August des vergangenen Jahres hatten die Mitglieder des Prüfungsausschusses die Rechnungsprüfung unter dem Vorsitz von Roger Bitsch (SPD) vorgenommen. Ende Oktober haben sich dann die Mitglieder des Prüfungsausschusses nochmals mit der Verwaltung zusammengesetzt und die einzelnen Feststellungen gemeinsam abgearbeitet. Nicht alle, wie sich am Montag herausstellte.

Eine Anmerkung konnte sich Roger Bitsch denn auch in der Marktratssitzung nicht verkneifen. Ihn wurmte, dass der Rechnungsprüfungsausschuss keinen Aufschluss und keine Einsicht in die Vorgänge beim Kommunalunternehmen (KU) des Marktes erhielt. In der Satzung des KU steht, dass die Prüfung durch einen zu beauftragenden externen Wirtschaftsprüfer erfolgen soll. Gleichwohl hätte aber der Prüfungsausschuss des Marktgemeinderates sich gerne auch mit den Ergebnissen des KU befasst. was ihm aber verwehrt wurde.

Zurecht, wie Bürgermeister Daniel Horndasch in der Sitzung betonte, weil die Satzung eben anderes vorgibt. Eine Änderung der Satzung für das KU hatte jüngst schon der stellvertretende Bürgermeister Thomas Schönfeld (CSU) beantragt.

rm