Rebdorf

Kreuzwegweihe an der Knabenrealschule

Anlässlich des 60-jährigen Schuljubiläums geht die Schulfamilie zum ersten Mal ihren neuen Kreuzweg

16.04.2019 | Stand 02.12.2020, 14:11 Uhr
Andreas Völker
Alle Schüler der Knabenrealschule Rebdorf haben sich bei der Eröffnung des neu installierten Kreuzwegs an der letzten Station versammelt. −Foto: Sußbauer

Rebdorf (EK) Mit dem kirchlichen Segen, den Pater Michael Huber, der designierte Generalvikar des Bistums Eichstätt, über die Tafeln des neuinstallierten Kreuzwegs auf dem Schulgelände der Knabenrealschule Rebdorf spendete, ist ein Großprojekt der diözesanen Schule vollendet.

Anlass dieser Aktion ist das 60-jährige Bestehen der Schule, die 1959 von den Herz-Jesu-Missionaren gegründet wurde. Bereits seit vier Jahren besteht nun schon die Tradition, dass die Schulgemeinschaft am letzten Schultag vor den Osterferien den Kreuzweg betet, der auf eine besondere spirituelle Weise hilft, das Leiden Jesu in den Blick zu nehmen, es auf heutige Situationen zu übertragen und alle Schüler auf das Osterfest vorzubereiten.

Die sieben Stationen, die heuer als Tafeln (circa 150 mal 40 Zentimeter) auf dem Schulgelände Rebdorf fest und dauerhaft angebracht wurden, sollen helfen, diese Tradition zu stützen, und stehen auf dem offenen Schulgelände auch der Allgemeinheit zur Verfügung. Interessierte Gruppen und Pfarreien, Touristen, Radfahrer oder auch Einzelne können am Eingang über den Radweg am Fischerbuck eigenständig den Weg nachgehen. Wegweiser helfen bei der Orientierung. Über mobile Endgeräte können an jeder Tafel über einen QR-Code Meditationstexte abgerufen werden, die helfen sollen, das dargestellte Geschehen der einzelnen Tafeln tiefer zu verstehen.

Das durchgehende Motiv der Bilder und Texte der verschiedenen Tafeln des Kreuzwegs ist die "Hand". So haben Schülerinnen versucht, mit ihren Händen die Themen des Leidenswegs Jesu darzustellen und auszudrücken. Fotos mit beeindruckenden Szenen übersetzen das Geschehen von damals durch unterschiedliche Hand-Haltungen in unsere Zeit. Damit greifen sie weit über das Geschehen des Karfreitags hinaus und verweisen mitten ins Heute, in dem sich all das Schreckliche, aber auch das Tröstliche von damals immer neu wiederholt. Die ersten sechs Stationen wurden stellvertretend von einer Schülergruppe mit Gästen gegangen, während sich alle anderen Klassen in ihren Unterrichtsräumen und an unterschiedlichen Orten auf dem Schulgelände mit ausgewählten Themen des Kreuzwegs beschäftigten.

Bei der letzten Station, die für die Auferstehung Jesu an Ostern steht, kamen schließlich alle gemeinsam an einem Ort zusammen. Sehr beeindruckend war, wie etwa 600 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften und zahlreichen Gästen im kleinen Pausenhof die Botschaft vom Leben hörten.

Mit den fest installierten Kreuzwegstationen verfolgt die Schule letztlich ein doppeltes Ziel: Zum einen soll versucht werden, die Schüler Leid-sensibel zu machen. Sie sollen spüren, dass Leiden, egal von wem, alle etwas angeht. Zum anderen geht es um die Motivation, aktiv zu werden und anzufangen, dagegen etwas zu tun und die Welt zu verändern.

Andreas Völker