Eichstätt
Illumination für den Bahnhof

Am Freitag startet Adventsaktion - Zusammenarbeit vieler engagierter Akteure

03.12.2020 | Stand 07.12.2020, 3:33 Uhr |
Freuen sich auf die Illumination des Bahnhofs im Advent: Stefan Kirschner, Chef von "Diesel Ton und Lichttechnik", sein Mitarbeiter Felix Auernhammer, Jennifer Kammler, Markus Meier, Beate Michel, Tom Muhr und Angelika Süß. −Foto: Straßer

Eichstätt - Kreativität und Spontanität zeichnen die Eichstätter Kulturschaffenden aus - das zeigt wieder einmal eine Aktion von "Bahnhof lebt!

e. V. ": Innerhalb kürzester Zeit hat der Verein eine adventliche Lichtaktion am Bahnhofsgebäude auf die Beine stellen können.

Am Freitag, 4. Dezember, startet die Aktion um 17 Uhr. "Die Eichstätter Künstlerin Cendra Polsner hat ein spezielles Illuminationskonzept erarbeitet, auf der Basis von Fotografien, die sie vom Bahnhof gemacht hat, und grafischen Elementen", erklärt Angelika Süß von "Bahnhof lebt! ". "Dank Herrn Meier ist es möglich, den Bahnhof von der anderen Straßenseite aus dem ersten Stock heraus zu illuminieren. " Denn, so erklärt es Markus Meier, im ersten Stock des Hotelgebäudes gibt es auf der dem Bahnhof zugewandten Seite eine Praxisfläche, die noch nicht bezogen ist. "Da wird gerade noch umgebaut, das bietet sich daher an - und das machen wir auch sehr gerne, weil uns Eichstätt und die Eichstätter Kultur am Herzen liegen. Es tut sich ja nur was, wenn Initiative entsteht, und das wird hier vom Verein ganz toll gezeigt. Wir freuen uns, als Nachbarn etwas beitragen zu können. "

Die technische Umsetzung übernimmt die Firma "Diesel Ton und Lichttechnik" aus Titting. "Wir stellen dort drüben im ersten Stock einen lichtstarken Beamer auf, der auch schon bei Tageslicht funktioniert", erklärt Firmenchef Stefan Kirschner, "und der projiziert das, was Cendra gebastelt hat, auf das Bahnhofsgebäude. " Der Beamer ist komplett automatisiert, das heißt, er schaltet sich jeden Tag bis Ende Dezember um 17 Uhr ein und um 22 Uhr wieder aus. Kirschner stellt die Technik zu einem Sonderpreis zur Verfügung. "Es war uns von Anfang an wichtig, dass die Aktionspartner bezahlt werden", erklärt Tom Muhr, stellvertretender Vorsitzender von "Bahnhof lebt! ". "Daher sind wir der Stadt, die hier einspringt, unendlich dankbar. "

Denn die Stadt übernimmt die Kosten - mit Geldern aus dem Adventsmarktbudget. "Da haben Lars Bender und ich nicht lange überlegen müssen. Wir freuen uns sehr, dass das Projekt zustande gekommen ist", betont die Standortbeauftragte Beate Michel. "Wir hatten uns sehr um die Durchführung des Adventsmarktes bemüht, haben die unterschiedlichsten Szenarien durchgespielt. Aber genau wie die eigentlich geplante Adventsaktion von ,Bahnhof lebt' ist das ja alles Corona zum Opfer gefallen. " Die nun startende Lichtkunstaktion bezeichnet Michel als "absoluten Glücksfall" und als gutes Beispiel dafür, wie unkompliziert die Zusammenarbeit verschiedenster Akteure in Eichstätt funktionieren kann.

Ein weiterer dieser Akteure ist "Pro Eichstätt". Der Gewerbeverein appelliert an seine Mitglieder, die Geschäfte in der Adventszeit freitags bis 20 Uhr zu öffnen - und mit einer Beleuchtung Teil der Illuminationsaktion am Bahnhof zu werden. Bis Anfang der Woche hatten sich bereits zwölf Gewerbetreibende gemeldet.

Diese breite Zusammenarbeit freut die Organisatoren der Aktion besonders. "Wir mussten uns ja ständig auf eine neue Situation einstellen", betont Angelika Süß. Erst Ende Oktober war klar, dass weder der ursprünglich geplante kleine Weihnachtsmarkt am Bahnhof noch die dezentrale Vorweihnacht mit Lichtern und Musik stattfinden kann. "Und dass hier die Cendra Polsner mit ihrer Spontanität und ihrer Kreativität eingesprungen ist, ist wirklich toll und zeigt, was für Ressourcen wir in diesem Bereich in Eichstätt haben. "

Das Thema Licht sei von Beginn an Teil der Planungen für den Advent gewesen, ergänzt die "Bahnhof-lebt"-Vorsitzende Jennifer Kammler. "Zum einen, um zu zeigen, hey, uns als Verein gibt's noch, auch wenn man gerade vielleicht nicht so viel von uns sieht. Und - der Bahnhof wird ein Zentrum werden, hier in der Spitalstadt, für die Stadt. Außerdem glaube ich: So ein bisschen Farbe, ein bisschen Licht können wir grad alle brauchen. " Der Bahnhof als Leuchtturm, der die Dunkelheit ein wenig heller macht - von 4. bis 27. Dezember immer von 17 bis 22 Uhr.

EK