Unterhausen
Gute Laune mit Musik

Trio Hudlhub stellt neue CD vor

18.03.2019 | Stand 02.12.2020, 14:24 Uhr |
Unterhaltsamer Abend: Mathias Petry, Barbara Seitle (Mitte) und Sabine Beck spielten in Unterhausen. −Foto: Hamp

Unterhausen (rhp) Hudlhub ist (k)ein Fantasie-Ort.

Bei Scheyern am Schnatterbach gibt es einen Ort dieses Namens, beteuert Mathias Petry. Doch er ist vor allem die ideelle Wahlheimat der Altbayerin Barbara Seitle, der Schwäbin Sabine Beck und ihres Ehemanns, Nordlicht Petry, der inzwischen auch gut auf Bairisch schnabeln kann. Und schnabeln tun zwischen ihren Liedern vor allem Petry und Seitle recht ausgiebig, wie sie am Samstag bei der Präsentation ihrer neuen CD "Komm mit mir" in Unterhausen zeigten.

Der Titel der Scheibe, die Anfang April auf den Markt kommt, gibt perfekt die Botschaft der Lieder wieder. Das Trio beschreibt in den Songs das Leben in Hudlhub. "Nur net hudln", heißt dabei die Devise. Gemütlich und bodenständig geht es dort zu, die Welt ist noch in "Ordnung". Es gibt keine Amokläufe und auch keinen Ebay-Verkauf, weil es im Ort niemanden gibt, "der was hat, was er net braucht". Und so bringen sie mit Gesang (alle drei), Gitarre (Mathias Petry) und Trommel (Sabine Beck) ihre sinnigen, manchmal fröhlichen, sarkastischen und auch melancholischen Texte unter die gut 100 Besucher. Da geht es um die Liebe, um Ratschläge, wie man sich verhalten soll, wenn ein Paar zu viel streitet, um eine zugereiste Traumfrau, die Elfenbeinprinzessin, die alle Männer im Dorf verrückt macht. Auch die Männer bekommen ihr Fett weg: "Männer san so primitiv", mokiert sich Seitle. Auch ein Nonsenslied mit Zahlenspielereien wird eingestreut. Sie scheuen sich auch nicht, Leihgaben von den Beatles oder Wolfgang Ambros einzubauen.

Die hervorragend spielende Band wird getragen von Trommlerin Beck, dem virtuosen Gitarrenspiel Petrys aber vor allem von der vollen, warmen Stimme von Seitle. Kein Wunder, dass sie immer wieder als Sängerin in Studios und auch auf Theaterbühnen engagiert wird. Das Publikum, das immer wieder selbst in den Ratsch auf der Bühne eingriff, war zufrieden und verlangte Zugaben, bis den Musikern der Liedstoff ausging. Ein Teil des Eintrittsgelds fließt übrigens als Spende in ein Schulprojekt in Afrika.