Breitenbrunn
Glocke mit historischer Bedeutung

05.09.2012 | Stand 03.12.2020, 1:06 Uhr |

Breitenbrunn (swp) Das Breitenbrunner Tillyfest wird am Wochenende wieder vom Läuten des Husglöckchens begleitet. Dieses befindet sich in einem kleinen Glockenturm auf dem Haus des Gastes und wird wie zu früheren Zeiten mit einem langen Glockenseil zum Läuten gebracht.

Dieses Läuten steht zwar nicht in direktem Zusammenhang mit den geschichtlichen Ereignissen um den Einzug von Tilly in Breitenbrunn, es begleitet jedoch die Geschichte des Marktfleckens seit Jahrhunderten und hat somit seine geschichtliche und kulturelle Bedeutung für Breitenbrunn, vielleicht sogar für die Oberpfalz.

Der Ursprung der Glocke soll verschiedenen Quellen nach auf die Hussitenkriege im 15. Jahrhundert zurückgehen. Beim Herannahen der Hussiten wurde die Glocke geläutet und die Bürger konnten hinter den Mauern ihrer Ortschaft Schutz suchen.

Später hatte das Läuten – zumindest in Breitenbrunn – noch eine andere Bedeutung. Das Glöcklein sollte den Verirrten der Gegend, die jetzt noch stark bewaldet ist, die Richtung angeben. Das Läuten wurde vom Nachtwächter besorgt und dauerte zwei bis drei Minuten.