Hilpoltstein

Frisch und Pummer auf dem Treppchen

Starterinnen des La Carrera TriTeams mit Topplätzen bei Welt-Down-Syndrom-Tag-Lauf - Schnelle TSG-Athleten

21.03.2017 | Stand 02.12.2020, 18:27 Uhr

Siegerinnen: Sabine Frisch (links) und Petra Pummer überzeugen beim Welt-Syndrom-Lauf mit Podiumsplätzen. - Foto: Frisch

Hilpoltstein (sga/lar) Sabine Frisch und Petra Pummer haben die Farben des La Carrera TriTeams Rothsee beim Welt-Down-Syndrom-Tag-Lauf in Fürth vertreten. Dabei liefen die beiden nicht nur für einen guten Zweck, sondern sicherten sich auch Podiumsplätze.

Die Laufveranstaltung auf dem Vereinsgelände des TV Fürth ist kein alltäglicher Lauf, sondern durch ihren integrativen Charakter etwas Besonderes. Sportler mit Down-Syndrom laufen selbstverständlich neben Läufern ohne den Gendefekt. So konnte der Fürther Laufclub 21 als Veranstalter deutlich über 700 Starter begrüßen, die auf einem Rundkurs von 1900 Metern eine 10-Kilometer-Strecke, einen Halbmarathon, einen Marathon oder einen 6-Stunden-Lauf in Angriff nahmen.

Sabine Frisch entschied sich für die amtlich vermessene Halbmarathon-Strecke und hatte deswegen elf Runden zu laufen. Dabei war die Strecke mit zwei Anstiegen pro Runde nicht ganz einfach. Auch wenn sie sich immer wieder ihren Weg an den deutlich langsameren 6-Stunden-Läufern vorbei bahnen musste, ließ sie sich von der tollen Stimmung anstecken. Nach 1:47:40 konnte sie sich tatsächlich über den Gesamtsieg der Damen beim Halbmarathon freuen.

So blieb danach noch genügend Zeit, um ihre Vereinskameradin Petra Pummer anzufeuern, die beim Start des Halbmarathons bereits zwei Stunden gelaufen war. Petra fühlt sich auf den langen Strecken wohl und hatte sich für den 6-Stunden-Lauf entschieden. In dieser Zeit bewältigte sie in fast 30 Runden 55 809 Meter, wurde damit Fünfte in der Gesamtwertung und gewann ihre Altersklasse W55 souverän.

Bereits zum fünften Mal in Fürth dabei war die Familie Franz vom Team Leidl der TSG Roth, deren fünfjähriger Sohn Moritz das Down-Syndrom hat. Mit Unterstützung von Freunden und Verwandten schaffte er die lange Runde. Gleich zwei Runden legte der achtjährige Maximilian zurück. Papa Michael Franz startete bereits zum dritten Mal in Folge über die Zehn-Kilometer-Distanz und holte in 40:43 Minuten den fünften Gesamtplatz und Rang zwei in seiner Altersklasse. Ebenfalls den zweiten Rang in ihrer Altersklasse erzielte Mutter Marion über die gleiche Streckenlänge in 1:01 Stunden. Der zwölfjährige Felix sicherte sich in 56:25 Minuten sogar den Sieg in seiner Klasse.