Fußball - Bezirksliga

"Da wartet Schwerstarbeit auf uns"

Abstiegsbedrohter SV Kasing muss beim VfB Eichstätt II punkten - SV Manching reist zum Primus

01.04.2022 | Stand 01.04.2022, 17:30 Uhr
Unter Zugzwang: Für Christoph Noll (rechts) und den SV Kasing ist die Abstiegsrelegation inzwischen das Minimalziel. Am Sonntag ist der Angreifer mit seinen Teamkollegen in Eichstätt gefordert. −Foto: ur

Manching/Kasing - Die Saison 2021/22 der Fußball-Bezirksliga Oberbayern Nord biegt in die entscheidende Phase ein, richtungsweisende Spiele stehen auf dem Programm des 23. Spieltages.

So fordert der SV Manching am Samstag (13 Uhr) den Tabellenführer ASV Dachau heraus, und kann das Rennen um die Meisterschaft vielleicht noch einmal spannend machen. Am Sonntag (15 Uhr) geht es für den SV Kasing beim VfB Eichstätt II um Punkte gegen den direkten Abstieg.

ASV Dachau - SV Manching (Samstag, 13 Uhr): Die Hausherren weisen viele Bestmarken auf: sie haben die meisten Tore (58) geschossen, die wenigsten (15) kassiert und die meisten (47) Punkte geholt. Verdienter Lohn ist nach 19 absolvierten Partien der erste Tabellenplatz, die Rückkehr in die Landesliga Südost scheint nur noch Formsache zu sein. "Für mich steht Dachau absolut berechtigt an der Tabellenspitze. Der ASV hat fußballerisch die stärkste Mannschaft. Das wird ein ganz dickes Brett für uns", sagt SVM-Trainer Florian Stegmeier. Im Hinspiel hatten die Manchinger die Dachauer noch düpiert und ihnen beim 3:2 am achten Spieltag die erste Saisonniederlage beigefügt. Doch während die Dachauer danach wieder in die Erfolgsspur zurückfanden, mangelte es dem SVM an Konstanz, um weiterhin ein ernsthafter Konkurrent zu sein. Nur einer von sechs möglichen Zählern seit dem Start in die Rest-Rückrunde belegen dies. Im Gegensatz dazu ist Dachau mit vier Siegen und einem Torverhältnis von 15:0 aus der Winterpause gekommen. "Nach unserer jüngsten 2:3-Niederlage gegen Feldmoching geht der Blick weg von der Tabelle. Wir schauen jetzt von Spiel zu Spiel. Aber natürlich ist die Motivation gegen den Ligaprimus immer besonders hoch", sagt Stegmeier und spricht von einem Mammutprogramm in den nächsten Wochen: "Erst Feldmoching, jetzt Dachau, danach Eichstätt II und Jetzendorf. Die Aufgaben werden nicht leichter. "

VfB Eichstätt II - SV Kasing (Sonntag, 15 Uhr): Bei acht ausstehenden Partien und elf Punkten Rückstand auf den zehnten Tabellenplatz sind die Kasinger Hoffnungen auf den direkten Klassenerhalt auf ein Minimum gesunken. Vielmehr geht es jetzt darum, nicht direkt wieder abzusteigen. Zwar haben die Rothemden derzeit die beste Ausgangsposition und vier Punkte Vorsprung auf den Tabellen-13. TSV Eching, doch der hat noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Zum direkten Duell kommt es am letzten Spieltag (21. Mai). Darauf will es SVK-Spielertrainer Fabian Reichenberger aber nicht ankommen lassen, zumal schon das Hinspiel mit 0:1 verloren ging - und am Ende der direkte Vergleich entscheidend sein könnte. Nach Möglichkeit sollen bereits vorher die notwendigen Punkte eingesammelt werden - zum Beispiel beim Überraschungsvierten VfB Eichstätt II. Die Regionalliga-Reserve um das Spielertrainerduo Max Dörfler und Julian Scholl spielt bislang eine sehr solide Saison. Seit dem Wiederbeginn verbesserten sich die Domstädter mit sieben von neun möglichen Punkten auf den vierten Tabellenplatz. "In Eichstätt wird eine gute, ruhige und sachliche Arbeit verrichtet", sagt Reichenberger anerkennend und meint: "Die Spieler sind taktisch und technisch sehr gut ausgebildet. Da wartet Schwerstarbeit auf uns. " Das Hinspiel hat der SVK unterdessen nach einem Doppelpack von Jan Witek mit 2:1 gewonnen. "Anscheinend liegt uns die VfB-Reserve", sagt Reichenberger. Der 33-Jährige mahnt nach dem misslungenen Start nach der Winterpause (drei Spiele, drei Niederlagen) aber auch: "Wir bekommen zu leichte Gegentore und nutzen zu selten unsere eigenen Torgelegenheiten. Gegen Eichstätt müssen wir in der Offensive auf jeden Fall wieder druckvoller agieren. " Für Eichstätts Spielertrainer Julian Scholl sind die Kasinger "auf jeden Fall eine Mannschaft mit Bezirksliga-Niveau. " Als Aufsteiger, so weiß Scholl aus eigener Erfahrung, sei das erste Jahr auf Bezirksebene immer schwierig, da die Mannschaft noch nicht so gefestigt ist und Erfahrung sammeln müsse. "Aber", so Scholl weiter, "bei einer Serie von Siegen ist für Kasing sogar der Zug in Richtung direkter Klassenerhalt noch nicht abgefahren. "

DK