Scheyern

Caritas verkauft Altenheim

Betrieb soll im Sommer nach Pfaffenhofen verlagert werden

14.01.2019 | Stand 02.12.2020, 14:51 Uhr

Scheyern (PK) Paukenschlag in Scheyern: Der Diözesan-Caritasverband München-Freising als Träger hat das Altenheim St. Joachim und Anna verkauft. Voraussichtlich im Sommer soll der Betrieb in Scheyern eingestellt und nach Pfaffenhofen verlagert werden. Darüber wurden nach Informationen unserer Zeitung am Montag Mitarbeiter sowie Bewohner und Angehörige von der Geschäftsführung informiert.

Wie die Caritas auf Anfrage bestätigte, wird als neuer Träger voraussichtlich zum März die Novita Leben im Alter GmbH aus Hohenwart den Betrieb übernehmen, die bereits rund ein Dutzend Altenheime betreibt - unter anderem in Hohenwart, Baar-Ebenhausen und Reichertshofen. Sie wird nach Fertigstellung auch Träger des derzeit noch im Bau befindlichen Altenheims im Pfaffenhofener Ecoquartier sein, in das dann auch der Scheyrer Betrieb verlagert werden soll.

"Unser Caritas-Altenheim St. Joachim und Anna ist ziemlich in die Jahre gekommen", erklärt Bettina Bäumlisberger, Pressesprecherin des Caritasverbands der Erzdiözese München-Freising, den Schritt. "Der Gebäudekomplex stammt aus dem Jahr 1988 und entspricht nicht mehr den zeitgemäßen Konzepten für Pflege." Das Gebäude hätte aufwendig saniert oder gar neu errichtet werden müssen. Allerdings sei die Versorgungslage mit Pflegeplätzen im Landkreis sehr gut - und so hat sich die Caritas mit Blick auf den Altenheim-Neubau in Pfaffenhofen für einen Betriebsübergang entschieden. "Wir konnten gute Konditionen aushandeln", versichert Bäumlisberger auf Anfrage. "Alle Bewohner werden zum Sommer in ein nagelneues Haus ziehen - zu gleichen Konditionen." Auch alle Mitarbeiter würden vom neuen Träger zu gleichen Bedingungen übernommen. Der Betriebsübergang sei noch im Frühjahr geplant, "wahrscheinlich zum 1. März". Bis zur Fertigstellung des neuen Pfaffenhofener Seniorenzentrums im Ecoquartier soll der Betrieb in Scheyern weiterlaufen. Wie es danach mit dem Altenheimgrundstück in der Ortsmitte weitergeht, blieb zunächst unklar.

Michael Kraus