Eichstätt
Beratung in unsicheren Zeiten

Internationale Fachtagung an der KU zum Thema Coaching und Supervision

24.09.2018 | Stand 02.12.2020, 15:36 Uhr |
Gastgeber Professor Janusz Surzykiewicz (Lehrstuhl für Sozialpädagogik), Simone Rieger (Präsidentin der European Association for Supervision and Coaching) und KU-Vizepräsident Professor Klaus Stüwe begrüßten die über 150 Teilnehmer an der KU. −Foto: Schulte-Strathaus/upd

Eichstätt (upd) Wie können Coaching und Supervision für Firmen und Privatpersonen gelingen, wenn eine Beratung immer schneller auf Unsicherheit und Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft reagieren muss? Dieser Frage ging unter dem Titel "Supervision and Coaching in a VUCA world" eine Fachtagung an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) nach.

Die Abkürzung VUCA steht für die englischen Begriffe von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität. Veranstalter waren der Lehrstuhl für Sozialpädagogik der KU, die European Association for Supervision and Coaching (EASC), die Professur für Psychologische Diagnostik und Interventionspsychologie an der KU sowie die Warschauer Kardinal Stefan Wyszynski Universität. Die mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus Deutschland, Spanien, Tschechien, Polen, Ungarn, Slowenien, England, Österreich und der Schweiz an die KU.
"Beratung für Institutionen, Familien oder Einzelpersonen knüpft an Grundbedürfnisse der menschlichen Existenz nach Orientierung und Zufriedenheit an. Es ist daher wichtig, für den Bereich des Coachings eine europäische Dimension in der Beratungsforschung und Praxis zu erreichen", erklärte Gastgeber Professor Janusz Surzykiewicz vom Lehrstuhl für Sozialpädagogik der KU, der unter anderem zur Persönlichkeitsbildung von Sozialarbeitern und Seelsorgern sowie innovativen Lehr- und Lernverfahren in der Vermittlung von Beratungskompetenz forscht.
Die europäische Dimension des Themas betonte auch die EASC-Vorsitzende Simone Rieger: "Wir brauchen Vernetzung in einer VUCA-World. Die europäische Ideenvielfalt und Diversität ermöglicht interessante Perspektiven und Gelegenheit zur Weiterentwicklung." Deshalb bot die Veranstaltung neben dem offiziellen Programm auch viel Gelegenheit zum informellen Austausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
KU-Vizepräsident Professor Klaus Stüwe betonte in seinem Grußwort, dass auch Universitäten mit Mehrdeutigkeit und Unbeständigkeit konfrontiert seien, die sich in Forschung und Lehre widerspiegeln müssten. "Aspekte von Führung und Strategie werden in immer kürzeren Abständen hinterfragt, Glaubenssätze und Paradigmen kommen auf den Prüfstand. Gleichzeitig stehen Institutionen, Firmen, aber auch Privatpersonen dennoch vor der Herausforderung, langfristige Linien zu entwickeln, die über den Tag hinaus Gültigkeit haben und Orientierung bieten", so Stüwe.