Pfaffenhofen

Alles andere als eine normale Saison

Am Sonntag schließt das Freibad - Knapp 50000 Besucher an 93 Öffnungstagen

18.09.2020 | Stand 02.12.2020, 10:32 Uhr
Das Freibad-Team bedankt sich bei den Badegästen und bei der Wasserwacht: Tolga Ucak (Fachangestellter für Bäderbetriebe, v.l.), Katharina Duchow (Auszubildende), Caroline Heimpel (Rettungsschwimmerin), Arben Arifi (Rettungsschwimmer), Stefan Eisenmann (Geschäftsführer), Thomas Roth (Betriebsleiter und Meister für Bäderbetriebe), Birgit Kellerer (stellvertretende Betriebsleiterin und Meister für Bäderbetriebe), Wolfgang Peter (Techniker), Stefan Berthold (Gärtner), Benno Brandstetter (Rettungsschwimmer). −Foto: Stadtwerke

Pfaffenhofen - An diesem Sonntag, 20. September, endet die Saison im Freibad Pfaffenhofen. Das Freibad-Team bedankte sich jetzt bei den Badegästen und blickt auf eine ganz besondere und herausfordernde Saison 2020 zurück.

 

Knapp 50000 Besucher an 93 Öffnungstagen verzeichnet das Freibad. Kein Vergleich zu einem "normalen" Sommer, in dem an rund 120 Öffnungstagen circa 135000 Menschen das Freibad mit seinen zahlreichen Attraktionen zum Schwimmen und Austoben nutzen, berichtet Betriebsleiter Thomas Roth. "Aber wenn uns im April eine Besucherzahl in dieser Höhe prognostiziert worden wäre, hätten wir es nicht geglaubt", so Roth. Denn damals wurde die Öffnung von Freibädern durch eine Allgemeinverfügung der Bayrischen Staatsregierung, die zunächst bis 3. Mai galt, untersagt. Wie es nach dem 3. Mai weitergehen sollte, konnten auf Grund der unsicheren Situation auch die Fachbehörden nicht sagen.

Es dauerte noch rund sieben Wochen bis das Freibad am 20. Juni wieder öffnete. Langweilig wurde es dem Team in der Zwischenzeit nicht. Man rüstete sich für den Tag, an dem wieder angeschwommen werden durfte. Hier stellte, neben dem Online-Ticketsystem, vor allem das Hygienekonzept eine große Herausforderung dar, wie es in der Saisonbilanz heißt. Dieses wurde auf Basis von Vorgaben der Staatsregierung ausgearbeitet. "Doch was in der Theorie gut aussieht, muss in der Praxis noch lange nicht funktionieren", so Roth. Ein großes Dankeschön gelte daher den Badegästen, die sich meist vorbildlich an die Auflagen gehalten und somit einen wichtigen Beitrag zur Durchführung des Freibadbetriebs 2020 geleistet hätten.

Mit dem Start in die zweite Betriebswoche konnten weitere Lockerungen bekannt gegeben werden: Die bis dato verfügbaren drei Doppelschwimmbahnen wurden auf vier erhöht. Auch Teile der Warmduschen und der Umkleidekabinen durften wieder von den Badegästen genutzt werden. Und vor allem die Erhöhung der Besucherzahl auf 300 Personen pro Zeitfenster, sorgte für Erleichterung.

Einen besonderen Dank richtet das Bäder-Team an die Wasserwacht Ortsgruppe Pfaffenhofen, die an Wochenenden und Feiertagen ehrenamtlich mit annähernd 230 Wachstunden die Badeaufsicht im Freibad unterstützte. Auf Grund der schwierigen Situation im Zusammenhang mit dem Corona-Virus, hatte sich die Wasserwacht bereiterklärt, dem Bäder-Team länger als sonst auszuhelfen.

Eine turbulente Freibadsaison liegt hinter der Pfaffenhofener Bäder-Mannschaft. Gegen deren Ende es noch Erfreuliches zu berichten gibt, so Betriebsleiter Roth: "Zum 1. September konnten wir eine weitere Auszubildende für die Bäder GmbH gewinnen. Sie unterstützt das Bäder-Team im Endspurt mit viel Engagement und Begeisterung. Damit betreut das Freibad Pfaffenhofen erstmals in seiner Geschichte zwei Auszubildende gleichzeitig und bildet damit die notwendigen Fachkräfte zur Eröffnung des neuen Hallenbades selbst aus. Beide angehende Fachangestellte für Bäderbetriebe waren vor Beginn der dreijährigen Ausbildung in der Wasserwacht-Ortsgruppe Pfaffenhofen aktiv.

PK