Pfaffenhofen
"Allen Unkenrufen zum Trotz"

Bund Naturschutz stellt bei Ortsbegehung Strategie zum langfristigen Schutz der Gelbbauchunke vor

14.05.2017 | Stand 02.12.2020, 18:08 Uhr |

Den Lebensraum der bedrohten Gelbbauchunke inspizierten die Teilnehmer der Begehung auf Einladung des BN. - Foto: Bund Naturschutz

Pfaffenhofen (PK) Die Kreisgruppe Pfaffenhofen des Bund Naturschutz hat etwa 20 Interessierten bei einer Ortsbegehung im südlichen Landkreis das Projekt "Allen Unkenrufen zum Trotz" vorgestellt.

Die beiden Landkreis-Experten Angela Grau und Volker Riehm stellten die Entwicklung und Umsetzung einer Strategie zum langfristigen Schutz der Gelbbauchunke vor.

Die Kreisvorsitzende Christine Janicher-Buska erklärte den Teilnehmern, dass dieses Projekt wohl die letzte Möglichkeit im Landkreis sei, der Gelbbauchunke zu helfen. Ziel sei es, ein übergreifendes Schutzprogramm zu installieren. Eine langfristig überlebensfähige Metapopulation aus miteinander im Austausch stehenden Lokalpopulationen der Unke soll im oberbayerischen Kernareal der Art wiederhergestellt und gesichert werden. Dazu muss der ehemals funktionierende Habitatverbund wiederherstellgestellt werden, damit isolierte Vorkommen der Art wieder vernetzt werden. Die Teilnehmer sprachen sich dafür aus, sich sobald wie möglich zu treffen um weitere Habitate zu schaffen.

Das Landesamt für Umwelt in Augsburg hat federführend eine Kartierung dieser Amphibien im Landkreis begonnen. Sobald diese abgeschlossen ist, voraussichtlich 2018, wird man anhand der Zahlen Überlegungen anstellen, was weiter zu tun ist. Zwischenzeitlich hat sich auch der Landkreis Pfaffenhofen dazu entschlossen, an diesem Projekt, so wie Neuburg-Schrobenhausen, Freising und Altötting, teilzunehmen.