Mühlried
Adventliche Krabbelsackgaudi für die Kleinsten

Am Sonntag findet rund um die Mühlrieder Kirche der Weihnachtsmarkt statt - Damen bereiten Päckchen für Kinder vor

26.11.2019 | Stand 23.09.2023, 9:38 Uhr |
600 kleine Geschenke packten die Mühlriederinnen an einem einzigen Abend. −Foto: De Pascale

Mühlried (SZ) Zugegeben: Staad ist sie nicht gerade, die Zeit, die die Mühlriederinnen an jenem Abend im Pfarrzentrum verbringen.

Vielmehr haben sich die Damen einiges zu berichten. Doch sich auszutauschen ist auch wichtig - schließlich arbeiten die rund 30 Damen an einem gemeinsamen Projekt, das da heißt: basteln für den Mühlrieder Weihnachtsmarkt, der am Sonntag rund um die Mühlrieder Kirche stattfindet.

Mit einem Krabbelsack möchten die Mühlriederinnen den kleineren Weihnachtsmarktbesuchern eine Freude bereiten. Damit möglichst viele etwas davon haben, gilt es, diesen auch üppig zu befüllen - und das passiert mit 600 kleinen Gegenständen, aus denen das Mühlrieder Bastelteam liebevoll verpackte Weihnachtspäckchen zaubert.

Ein Teil der kleinen Überraschungen wurde selber angeschafft, vieles haben aber auch Firmen gespendet. "Wir schauen, dass viel aus Holz in den Krabbelsack kommt", erzählt Daniela Schmid vom Bastelteam - statt Plastikkram setzt man also auf natürliche Materialien. Altersmäßig sind die kleinen Päckchen für etwa Ein- bis Zehnjährige gedacht, ein Griff in den Krabbelsack wird dann am Sonntag einen Euro kosten.

Ein Hüpfball, wo doch die kleine Trompete so viel toller wäre? Ein Spielzeugauto, obwohl man eigentlich an einem Tierchen mehr Freude hätte? Passt eine der ergatterten Überraschungen doch nicht so recht, wird getauscht. "Das ist ja auch Sinn des Ganzen", erklärt Daniela Schmid, schließlich mache das anschließende Tauschen den ganz eigenen Reiz der Krabbelsackgaudi aus.

Selbstverständlich ist der Krabbelsack nur eines von vielen Angeboten, auf die sich die Besucher am Sonntag freuen können (siehe Kasten); und selbstredend sind die Krabbelsack-Bastlerinnen auch nur eines von mehreren Teams, die sich rund um den adventlichen Markt engagieren. Beispielsweise sind auch die Senioren mit im Boot, die bereits die ganze Woche über Stände vor der Mühlrieder Kirche auf- (und ab Montag wieder ab-) bauen. Dekoriert und hergerichtet wird dann ab Samstagfrüh. "Es gibt auch heuer wieder das bewährte Konzept, beispielsweise werden Gestecke schon vor dem Gottesdienst verkauft", erzählt Doris Sadler-Flerlage vom Bastelteam, "und danach geht der Weihnachtsmarkt dann richtig los. "

In nicht wenigen Punkten unterscheidet sich der vorweihnachtliche Markt in Mühlried von so manch anderem. Statt Kitsch und Kram wird Wert darauf legt, dem eigentlichen Sinn des Festes Raum zu geben. Liebevolle Details wie selbstgemachte Girlanden passen da ins Bild, oder das legendäre Holzkarussell, das in Form einer Weihnachtspyramide daherkommt - dereinst vom Vater-aktiv-Team gebastelt.

Wie seit eh und je kommen die Erlöse des Weihnachtsmarktes wieder wohltätigen Zwecken zugute. Und vielleicht gibt es ihn dann (anders als beim Bastelabend) doch noch: den einen oder anderen staaderen Moment. Zum Beispiel, wenn der Heilige Nikolaus den Kleinsten in der Mühlrieder Heilig-Geist-Kirche einen Besuch abstattet.

 

Das Programm am Sonntag

Schrobenhausen (bsx) In der Jugendstadtratssitzung waren, wie berichtet, so viele Jugendliche wie nie da, nur einer, der sonst immer da ist, der fehlte: Bürgermeister Karlheinz Stephan (CSU).

Der nämlich hatte relativ zeitgleich mit der Sitzung des Jugendstadtrats einen Termin mit Landrat Peter von der Grün (FW) in Neuburg, und an zwei Orten gleichzeitig sein, das geht ja bekanntlich nicht - aber immerhin fast, die moderne Technik macht's möglich. Und so wählte der Bürgermeister just in der Minute, in dem sein Treffen mit dem Landrat endete, auf seinem Smartphone die Handynummer von Andy Vogl. Der wiederum wollte gerade einen weiteren Wahlvorgang im Jugendzentrum einleiten, als sein Handy klingelte. "Ja? ", meldete sich Vogl im mucksmäuschenstillen Saal, lauschte kurz, trat zwei Schritte in die Mitte des Raumes, tippte geschwind auf sein Handy ein und schon war der Bürgermeister zugeschaltet. Mittels Lautsprecher begrüßte er alle Anwesenden, versprach, beim nächsten Mal wieder persönlich dabei zu sein, und bedankte sich schon einmal vorab für das Engagement.

 

 

Ute De Pascale