Manching
650 Kilometer und 5500 Höhenmeter

Radsportfreunde des SV Manching haben Trainingslager in Italien genossen

14.06.2012 | Stand 03.12.2020, 1:23 Uhr |

Ein Stopp in Lazise ist natürlich Pflicht bei einem Tripp an den Gardasee. Von Links: Steinberger, Mittasch, Klaritsch, Schmid, Wowra, Lange, Schweiger und Schmidt.

Manching/Riva (DK) Es war wieder einmal soweit: Die Radsportfreunde SV Manching strampelten in schönen Italien – Stützpunkt für die bis zu 185 Kilometer langen Touren war Riva am Gardasee.

Die Radsportfreunde des SV Manching gingen in das Trainingslager, um gut gerüstet in den Sommer fahren zu können. das Ziel war Riva im Norden des Gardasees. Am Sonntag um 5 Uhr ging die Fahrt mir einem Kleinbus und einem umgebauten Anhänger, auf dem die acht Rennräder gut befestigt Platz hatten, in Richtung Süden los. In der Besetzung Ernst Klaritsch, Peter Lange, Rolf Mittasch, Werner Schmid, Georg Schmidt, Hans Schweiger, Jürgen Steinberger und Werner Wowra wurde die Trainingswoche in Angriff genommen. Nach Ankunft in Riva und der Zimmerbelegung wurde die erste Fahrt zum einrollen angegangen.

Das erste Ziel war der Lago Cavendine. Hier gab es den ersten Vorgeschmack auf das Hinterland des Gardasees. Nach der Umrundung des Lago Cavendine machte die Truppe in der schönen Kleinstadt Arco Station. Am Schluss des Tages standen 50 Kilometer mit einigen Höhenmetern auf dem Tachometer.

Der nächste Tag brachte die erste längere Etappe im Programm. Nach dem Aufstieg von Torbole nach Nago ging es weiter über Rovereto nach Trento. Die Italienfahrer kennen Trento nur vom Vorbeifahren auf der Autobahn, jedoch wissen sie nicht, was sich in der schönen Stadt verbirgt. Nach der Besichtigung der Innenstadt und des schönen Stadtplatzes führte die Fahrt weiter ins Hinterland. Bergauf und Bergab ging es weiter bis zum Lago Cavanoda. Von dort wurde die Heimfahrt angetreten. Hier hatte die Gruppe Pech, denn die letzten 30 Kilometer mussten bei strömenden Regen zurückgelegt werden. Am Ende waren es 140 Kilometer und 1350 Höhenmeter. Nach einem Tag Regenpause, wo die Städtchen Limone und Malcesine besichtigt wurden, war wieder eine längere Fahrt geplant.

Zuerst führte der Weg erneut nach Rovereto und von dort den Etschtalweg entlang bis kurz von Verona. Dann ging es in Richtung Lazise und an der Ostküste des Lago di Garda über Bardolino, Malcesine und Torbole zurück nach Riva – 150 Kilometer.

Tags darauf stand eine Bergetappe auf dem Programm. Hinauf zum Passo Balino ging die Fahrt am Lago Tenno vorbei. Nach einer rasanten Abfahrt wartete der nächste Pass. Der Passo Duron war noch etwas höher als der vorherige, aber auch der wurde ohne Schwierigkeiten gemeistert. Die Abfahrt führte dann ins bergige Hinterland, immer die Brenta-Gebirgsgruppe im Hintergrund vor Augen. Ab Tione gab es eine der schönsten Passagen dieses Tages: Ein längerer Aufstieg führte vorbei an überhängenden Felsenwänden auf der einen und einer tiefen Schlucht auf der anderen Seite. Nach der Abfahrt nach Ponte Arche musste der Passo Balino nochmals in Angriff genommen werden – dieses Mal von der anderen Seite. Nach dessen Bewältigung sah man auf der Höhe vom Lago di Tenno Riva mit dem Gardasee bei der Abfahrt in seiner ganzen Schönheit vor sich liegen. Ein einmaliges Erlebnis, das die Strapazen der Aufstiege vergessen ließ. An diesem Tag wurden zwar nur 85 Kilometer absolviert, doch waren es am Ende 2000 Höhenmeter, die „erklettert“ werden mussten.

Am letzten Tag stand eigentlich der Monte Baldo auf dem Programm. Doch nach dem vortägigem Klettertag und weil der Monte Baldo schon wieder in Wolken lag, wurde das Programm kurzfristig geändert. Von Bardolino aus ging es hinüber zum Etschtalweg und von dort nach Verona. Nach Besichtigung der schönen Stadt und des großen Platzes vor der Arena wurde die Heimfahrt über den Etschtalweg angetreten. Ab Rovereto ging es Richtung Torbole. In Riva hatte die Gruppe 195 Kilometer und 1000 Höhenmeter zurückgelegt.

Das Pensum sollte reichen. Denn am nächsten Tag wurden die Räder wieder auf dem Anhänger befestigt und die Fahrt ging nach Hause. Sportlich war es ein toller Erfolg: 650 Trainingkilometer und 5500 Höhenmeter.