Schrobenhausen
10.000 Euro gespendet

Die Firma Sauermann unterstützt wieder das Kinder- und Jugendhilfezentrum

19.12.2019 | Stand 23.09.2023, 9:55 Uhr |
Über die großzügige Unterstützung durch Franz und Marina Sauermann freut sich St.-Josef-Leiter Peter Schönherr (v.r.). −Foto: De Pascale

Schrobenhausen - "Wir sind ein Unternehmen aus der Region und möchten deshalb auch eine Einrichtung in der Region unterstützen", beschreibt Marina Sauermann die Gründe, dem Schrobenhausener Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Josef über die SZ-Aktion "Vorweihnacht der guten Herzen" 10.000 Euro zu spenden.

"Vor allem Kindern wollen wir eine Freude bereiten", so Marina Sauermann weiter.

Welch enorm wichtigen Faktor Spenden für seine Einrichtung bedeuten, erläutert Peter Schönherr: In Zeiten, in denen klassische Familienstrukturen immer häufiger auseinanderbrechen, seien vor allem die Kinder als das schwächste Glied gefährdet, weiß der Leiter des Kinder- und Jugendhilfezentrums St. Josef. Zwar müsse das Jugendamt Hilfe gewährleisten, allerdings seien die Probleme in den vergangenen Jahren immer vielfältiger geworden. Beispielsweise sieht Schönherr in der Tatsache, dass so viele Kinder und Jugendliche die Hilfe der Kinder- und Jugendpsychiatrie benötigen als "ein Indiz dafür, dass die Problembelastung grade bei den Jüngsten groß ist". Pädagogische Versorgung allein reiche da oft nicht aus. Nicht zu unterschätzen seien in dem Zusammenhang Angebote wie Ferienfreizeit oder Fußballcamps - die jedoch von der öffentlichen Hand nicht unbedingt finanziert würden. Und genau da spielten Spendengelder, wie eben jene der Firma Sauermann, eine enorme Rolle. "Um die Kinder zu entlasten und auf einen normalen Weg zu bringen", so Schönherr.

Besonders freue er sich, dass "die Familie Sauermann ja sozusagen 'Wiederholungstäter' ist", meint Schönherr augenzwinkernd. "Die Familie unterstützt die Kinder und Jugendlichen von St. Josef seit vielen Jahren". Und er versichert: "Jeder einzelne Euro kommt eins zu eins den Kindern zugute. " Nicht nur monetär greift die Firma Sauermann der Einrichtung unter die Arme, sondern auch ganz praktisch. Einem der Jugendlichen von St. Josef hat das Unternehmen nämlich eine Chance in Form eines Ausbildungsplatzes gegeben, berichtet Franz Sauermann.

Selbstverständlich seien die Eltern einmalig und eigentlich nicht ersetzbar, ist Peter Schönherr überzeugt, bei jüngeren Kindern habe deshalb die Rückführung in die eigene Familie oberste Priorität. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen gehe es dagegen eher ums Thema Verselbstständigung und damit auch darum, dass es den jungen Leuten gelingt, für ihren Lebensunterhalt selbst aufzukommen - und genau da komme wiederum der Ausbildungsplatz der Firma Sauermann ins Spiel. Jener junge Mann sei einer der besonders erfreulichen Werdegänge von St. Josef, berichtet Schönherr, und er sei damit nicht zuletzt auch "eine Bestätigung, wie sinnvoll unsere Arbeit ist".

SZ


 

Ute De Pascale