„Deutlich weniger Energie“
Weihnachtsmärkte im Stromsparmodus - Diese Einschnitte plant Regensburg

14.09.2022 | Stand 07.06.2024, 17:20 Uhr

In rund 100 Tagen ist Weihnachten. Bayerische Kommunen beraten derzeit über Energiesparmöglichkeiten bei Weihnachtsmärkten. Auch die Stadt Regensburg versucht zu sparen.

 



Bamberg will die Lichter ausknipsen: Vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Energiekrise bestehe Übereinstimmung, „dass es in diesem Jahr keine Beleuchtung wie in den vergangenen Jahren geben kann“, erklärte Stadt-Sprecher Michael Memmel. Um wie viel der Lichterschmuck reduziert werde, sei jedoch noch nicht klar. Die Verwaltung befinde sich derzeit noch in Abstimmungen. Im Gegenzug denkt Bamberg darüber nach, mehr Tannenbäume aufzustellen. „Dabei handelt es sich aber um erste Vorüberlegungen“, betonte Memmel.

Stromsparen an Weihnachten: Das plant Regensburg

Regensburg prüft derweil, ob die Beleuchtung an den Adventsabenden früher abgestellt wird. Einzelne Tannenbäume könnten auch wegfallen, sagte eine Stadtsprecherin. Die Weihnachtsbäume am städtischen Weihnachtsmarkt sowie vor dem alten Rathaus sind aber fest geplant. Es soll energiesparende LED-Beleuchtung zum Einsatz kommen. Nicht in Frage kommt für Regensburg eine Natureisbahn. „Es laufen jedoch noch Abstimmungen, ob eine Eisbahn aus Kunststoff in den Monaten Januar/Februar in Betrieb genommen werden kann.“ Sie würde laut Stadt deutlich weniger Energie verbrauchen. Auch in Rosenheim denkt man über eine Kunststoffbahn nach.

Für den Christkindlmarkt am Münchner Marienplatz erklärt die Stadt, dass man ausschließlich mit LED-Beleuchtung arbeite. Eine Absage des Marktes sei nicht vorstellbar. „Der traditionelle Christkindlmarkt hat für die Stadt große touristische Bedeutung und stützt ein von den Corona-Lockdowns ohnehin stark betroffenes Gewerbe“, sagte der Sprecher des Referats für Arbeit und Wirtschaft. Insgesamt gebe es in München rund 30 weitere Märkte - die werden aber privat betrieben.

100 Prozent Ökostrom am Nürnberger Christkindlesmarkt

Nürnberg verweist darauf, dass der Christkindlesmarkt seit fast zehn Jahren mit 100 Prozent Ökostrom versorgt werde, der Energieverbrauch der Beleuchtung sei mit LED-Lampen auf ein Minimum reduziert. Aus ökologischen Gründen sei in den vergangenen Jahren auch das Tannengrün reduziert worden. Der Berchtesgadener Advent wird heuer zum ersten Mal ebenfalls mit Ökostrom versorgt. Schlittschuhbahnen gibt es mit Verweis auf den Energieverbrauch weder in Nürnberg, noch in Berchtesgaden.

Der oberbayerische Markt Peiting setzt auf eine Photovoltaikanlage samt Batterie für die Beleuchtung des Weihnachtsbaumes. Ein ortsansässiger Elektriker spendet die Technik. „Egal was auf dem Strommarkt passiert, unser Weihnachtsbaum leuchtet autark“, sagte Bürgermeister Peter Ostenrieder (CSU). Zuvor hatte der „Münchner Merkur“ berichtet.

Rosenheim plant bei der Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt keine Veränderungen zu den Vorjahren. Aschaffenburg und Kempten konnten noch keine Auskunft erteilen - man stelle sich diesen Fragen noch.

− dpa