Feuerwehreinsatz

Millionenschaden bei Großbrand in historischer Brauerei

02.06.2022 | Stand 03.06.2022, 21:08 Uhr

Größerer Brand bei Brauerei im Allgäu - Das Gebäude einer alten Brauerei steht in Flammen. - Foto: Nicolas Schäfers/dpa

Für den Oberbürgermeister war es eine der Kostbarkeiten Kaufbeurens - nun ist das alte Brauereigebäude nur noch eine Ruine. Ein Feuer legte es in Schutt und Asche. Dabei sollte es künftig ein neues Stadtquartier schmücken.

Ein historisches Brauereigebäude in Kaufbeuren ist bei einem Großbrand zerstört worden. Die Polizei geht von einem Millionenschaden aus. Die Kripo soll nun die Ursache des Feuers herausfinden.

Wie Oberbürgermeister Stefan Bosse (CSU) mitteilte, handelt es sich um das sogenannte Hauberisserhaus. Dieses Gebäude sollte mit anderen alten Bauwerken in ein großes Neubauprojekt integriert werden. Die Planungen für das mehrere Hektar große Stadtquartier laufen seit Jahren.

Die denkmalgeschützte ehemalige Rosenbrauerei aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert sei stadtbildprägend gewesen, sagte Bosse in einer Erklärung auf Youtube. Das Haus sei weitgehend ein Raub der Flammen geworden. «Das ist sehr, sehr schade. Das war eine unserer Kostbarkeiten in Kaufbeuren.» Ein weiteres historisches Gebäude existiere nun nicht mehr, bedauerte der Rathauschef.

Wie die Polizei berichtete, war der Brand am Donnerstag gegen 13.30 Uhr in dem derzeit leerstehenden Gebäude gemeldet worden. Vom Dach habe sich das Feuer auf die anderen Teile des Hauses ausgebreitet. Menschen wurden nicht verletzt. «Der Sachschaden wird auf einen siebenstelligen Eurobetrag geschätzt», teilte die Polizei mit.

Der Brand war weit zu sehen, auch weil das alte Brauereigelände erhöht auf einem Hang am Rande der Altstadt gelegen ist. Die Kaufbeurer Feuerwehren wurden von ihren Kollegen aus dem benachbarten Marktoberdorf unterstützt. Mehr als 100 Einsatzkräfte waren vor Ort, die Polizei setzt auch einen Hubschrauber ein. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, damit der giftige Rauch nicht in die Wohnungen kommt.

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