„Das kann’s nicht sein“

Holetschek: Corona-Tests für Besucher in Pflegeheimen sollen kostenlos bleiben

22.06.2022 | Stand 23.06.2022, 14:01 Uhr

In einer Pandemie sei der Schutz des Lebens das zentrale Thema und nicht die Frage der Finanzierung von Ausgaben, sagte er am Mittwoch vor der Gesundheitsministerkonferenz in Magdeburg. −Symbolbild: Sven Hoppe/dpa

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich dafür ausgesprochen, an kostenlosen Bürgertests für Besucher in Krankenhäusern und Pflegeheimen festzuhalten.



In einer Pandemie sei der Schutz des Lebens das zentrale Thema und nicht die Frage der Finanzierung von Ausgaben, sagte er am Mittwoch vor der Gesundheitsministerkonferenz in Magdeburg. „Ich möchte nicht, dass zum Beispiel Besucher von Alten- und Pflegeheimen sagen, ich besuche meine Oma nicht, weil ich mir den Test nicht mehr leiste. Das kann’s nicht sein.“

Holetschek: Kreis „eher weiter als enger“ fassen

Holetschek plädierte dafür, den berechtigten Personenkreis für die kostenlosen Bürgertests insgesamt „eher weiter als enger“ zu fassen. Die Details müssten auf der Konferenz besprochen werden. „Wir brauchen einen Fahrplan“, sagte er. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei und deshalb müssen wir alles dafür tun, uns noch besser auf den Herbst vorzubereiten.“ Die Länder müssten bei Anpassungen im Infektionsschutzgesetz künftig aber stärker beteiligt werden.

Der Zugang zu kostenlosen Corona-Bürgertests soll nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eingeschränkt werden. Gratis-Schnelltests für alle Bürger sind bisher nur bis Ende Juni fix. Außerdem sind Finanzierungsfragen zu klären. „Die Länder beteiligen sich erstmal nicht“, sagte Holetschek am Mittwoch. Bei der Ministerpräsidentenkonferenz sei die Aufforderung an den Bund gegangen, dass dieser die Finanzierung der Tests sicherstellen solle. Die Länder würden sich bereits an der Finanzierung der Impfzentren beteiligen, so Holetschek.

− dpa