Hohenwart

Volksfest eröffnet

Haindl und sein Hammer leisten gute Arbeit: Beim Anzapfen sitzt schon der erste Schlag

15.07.2022 | Stand 15.07.2022, 22:52 Uhr

Ganz Hohenwart war beim Auszug zum Volksfest auf den Beinen. Fotos: Hofmann

Wenn sie ihn künftig den „Thor von Hohenwart“ nennen, darf sich Jürgen Haindl (FW) nicht beschweren. Denn wie der Held aus den Marvel-Blockbustern war der Hohenwarter Bürgermeister bei der Volksfesteröffnung am Freitagabend nicht von seinem Hammer zu trennen. Das Anzapfen schafften die beiden mit einem Schlag – oder auch mit drei.

Hat Hohenwart überhaupt so viele Einwohner? Das fragte sich am Samstagabend so mancher, der den Festzug zur Volksfesteröffnung verfolgte. Der kleine, grüne Bulldog, auf dem Bürgermeister Jürgen Haindl saß, hatte schon den Festplatz erreicht, da waren die letzten Teilnehmer gerade erst am Marktplatz losmarschiert. Die Freude war buchstäblich zu greifen: Die ganze Marktgemeinde – und auch der eine oder andere Besucher aus der Nachbarschaft – war auf den Beinen, um nach zwei Jahren Coronapause endlich wieder ein Volksfest feiern zu können.

Und natürlich wollten alle mit dabei sein, wenn Haindl zum ersten Mal auf großer Bühne ein Fass anzapft. Dabei kam dem Hohenwarter Rathauschef ein auf geradezu mystische Weise im alten Zwicklbräugebäude aufgetauchter Schlegel (wir berichteten) zu Hilfe. Fest umklammert hielt Haindl schon während des Festzugs den Hammer, und als es dann ernst wurde, waren beide − Haindl und sein Hammer – topfit. Schon beim ersten Schlag saß der Zapfhahn fest im Fass. Für den Hammer sei da alles erledigt gewesen, erzählte Haindl nachher, „aber ich wollte noch ein zweites und drittes Mal draufhauen“. Wie auch immer: Kein einziger Tropfen Bier ging daneben. Da vergaß Haindl gleich, das obligatorische „Ozapft is!“ ins Mikrofon zu rufen.

Im vollen Bierzelt wurde dann gefeiert. Zahlreiche Ehrengäste waren mit dabei, ebenso die Vertreter der Gemeindevereine, allen voran natürlich des TSV, des Organisators der Hohenwarter Wiesn. Noch-Vereinschef Andreas Hüske fand es „sensationell, dass das nach diesen zwei Jahren Corona so geklappt hat“, zumal auch der TSV Hohenwart derzeit schwere Zeiten durchzustehen habe. Die Hohenwarter Wiesn ist noch bis Montag geöffnet.