Pfaffenhofen

Feuerwehr zum Staunen und Anfassen

Beim Tag der offenen Tür geht es trotz des Regens heiß her

03.10.2022 | Stand 03.10.2022, 16:00 Uhr

Ob eine Fettexplosion (Foto) oder die simulierte Rettung einer eingeklemmten Person: Beim Tag der offenen Tür der Pfaffenhofener Feuerwehr gab es viel zu erleben. Fotos: Zinner

Von Christine Zinner

Pfaffenhofen – Trotz regnerischen Wetters hat sich die Feuerwehr Pfaffenhofen über einen großen Andrang bei ihrem Tag der offenen Tür am Sonntagnachmittag freuen können. Die Freiwilligen hatten sich ein spannendes Programm einfallen lassen: Es gab Führungen, eine Fahrzeugausstellung, Infostände und Vorführungen wie die einer Fettexplosion oder eine Modenschau mit der Dienst- und Schutzkleidung.

Eigentlich war schon für 2021 ein Tag der offenen Tür geplant gewesen, berichtet Feuerwehrsprecher Florian Nischwitz. Aber da waren die Auflagen für die Feuerwehr noch zu streng. Umso mehr freue es ihn, dass die Besucher heuer so zahlreich gekommen sind. Auf dem Rewe-Parkplatz nebenan sind die Löschfahrzeuge ausgestellt. Im und vor der Feuerwache sehen sich vor allem viele Eltern mit Kindern um. In der Halle gibt es Infotafeln, etwa zur Geschichte der Pfaffenhofener Feuerwehr. Außerdem warme Mahlzeiten, wie auch Kaffee und Kuchen. Um 14 Uhr steht eine der Vorführungen auf dem Programm: In einer Vorrichtung haben die Feuerwehrleute Fett zum Brennen gebracht. Der Bereich herum ist großzügig abgesperrt. Zuschauer versammeln sich darum. Ganz vorne stehen die Kinder. Ein Feuerwehrmann schüttet aus Entfernung mit einem an einem langen Stil befestigten Behälter Wasser ins Fett. Eine Stichflamme schießt mehrere Meter in die Höhe. Staunen bei den Besuchern. Die Feuerwehrler führen auch vor, warum man vermeintlich leere Spraydosen nicht ins Feuer werfen sollte – drei Meter hohe Stichflamme inklusive. Und es war nur ein Rest drin, betont Nischwitz, der das Ganze moderiert.

Weil am Nachmittag stärkerer Regen einsetzt, zieht es viele Besucher wieder in die Halle, wo gleich im Anschluss Führungen in drei Gruppen starten. Jugendwart Christian Amon leitet eine von ihnen. Er erzählt den Besuchern von der Geschichte der 159 Jahre alten Feuerwehr Pfaffenhofen, aber auch von aktuellen Fakten, wie etwa, dass der Verein 294 Mitglieder hat, 92 davon sind aktive Feuerwehrler. Anschließend führt er die Gruppe in die Einsatzzentrale, wo Führungsassistent Torsten Sommer erklärt, dass diese nur genutzt wird, wenn die Integrierte Leitstelle in Ingolstadt das fordert. Das passiert etwa bei Stürmen oder Hochwasser, also in Situationen mit erhöhtem Einsatzaufkommen. Im Anschluss geht es kurz ins Florianstüberl mit gemütlichen Tischen und Bänken, etwa für den Austausch nach einem anstrengenden Einsatz. Amon zeigt der Gruppe noch, wo Atemschutzgeräte gereinigt werden und wo die Schläuche. Auch das Treppenhaus, wo sie zum Trocknen hängen.

Danach drängt es viele der Gruppe wieder nach draußen. Es hat schon gegongt. Es steht eine weitere Vorführung auf dem Programm: die Rettung einer im Auto eingeklemmten Person. Obwohl es immer noch regnerisch ist, drängen sich wieder viele Besucher um die diesmal noch größere Absperrung im Hof vor dem Feuerwehrgebäude. 30 bis 40 Mal im Jahr müsse die Feuerwehr eingeklemmte Personen befreien, moderiert Nischwitz, während seine Kameraden das vorführen. Etwa eine Viertelstunde brauchen sie.

Es folgen im Laufe des Sonntags noch weitere Programmpunkte – dicht umlagert von feuerwehrbegeisterten Besuchern.

PK