Pflegenachweis am Handy

Seniorenheim Titting dokumentiert per Smartphone

03.08.2022 | Stand 03.08.2022, 15:34 Uhr

Dank Smartphone-Doku können Messwerte direkt im Bewohnerzimmer dokumentiert werden. Foto: Müller, Kliniken

Titting – Im Seniorenheim Anlautertal wird seit dieser Woche mit dem Handy dokumentiert. Bei jüngeren und älteren Pflegekräften kommt die Neuerung nach Angaben der Klinik gut an. Denn sie macht die Arbeit wirklich leichter.

Bereits seit 2017 wird im Seniorenheim Anlautertal – wie an allen Standorten der Kliniken im Naturpark Altmühltal – digital dokumentiert. Mit der Umstellung auf das entbürokratisierte Strukturmodell wurden das Aufnahme-Assessment und alle täglichen Pflegeleistungen, die Arztkommunikation, die Medikation, die Dokumentation von Vitalwerten und was sonst noch an Dokumentation notwendig ist, in einer Maske im PC erfasst. „Das war schon deutlich besser, als die Papierdokumentation davor“, sagt die Qualitätsmanagerin in der Altenpflege, Kathrin Wenzel.

Allerdings blieb zwischen der erbrachten Leistung im Bewohnerzimmer und der Dokumentation am PC noch eine Lücke. „Wenn wir beispielsweise Blutdruck gemessen haben, dann haben wir uns die Zimmernummer mit dem Wert notiert und es nachher am PC nachgetragen“, sagt Pflegekraft Heidi. Jetzt sitzt sie mit ihrem Handy in der Kitteltasche im Bewohnerzimmer und kann den Messwert sofort im Handy eintragen. Sie muss nicht ständig im Hinterkopf haben, die Werte noch nachzutragen. Somit entfällt die Doppeldokumentation. Der Datenaustausch mit dem PC funktioniert in Echtzeit. Das spart Zeit, die sich für die Pflege am Bewohner einsetzen lässt.

Ein Highlight bei der Arbeit mit dem Handy ist die Spracheingabe. „Pflegeberichte können diktiert werden und das Handy setzt den Text selbstständig um“, sagt Josef Schmid, der von EDV-Seite für die Einführung der Smartphones verantwortlich ist. Für alle Pflegekräfte, die einen Text nur mit Mühe auf der Tastatur in den PC eingeben können, ist das eine Erleichterung. Pflegedienstleiter Bernd Ellinger ist angetan: „Wir entlasten unsere Pflegekräfte damit zeitlich und erhöhen außerdem die Qualität der Dokumentation. Und natürlich hoffen wir, damit auch für Pflegekräfte attraktiver zu werden.“

EK