Buxheim

Die alte Schule in Tauberfeld wird saniert

Gemeinderat Buxheim plant dort mehrere Wohnungen – August Heimbüchler stellt Heimatbuch vor

09.05.2022 | Stand 09.05.2022, 14:15 Uhr

Die alte Schule in Tauberfeld muss nach 40 Jahren Nutzung einer Innenraumsanierung unterzogen werden. Es sollen voraussichtlich mehrere Wohnungen entstehen. Foto: Bauer

Buxheim – Bauanträge, die Erschließung des Baugebiets „Weinbergstraße“ in Tauberfeld und ein Heimatbuch waren Thema in der jüngsten Sitzung des Buxheimer Gemeinderats.

Die privaten Bauangelegenheiten nahmen nur wenig Raum ein: Der Errichtung eines Zwerchgiebels im Frankenring wurde unter der Voraussetzung zugestimmt, dass auch die Nachbarn keine Einwände haben. Gegen die Aufstellung weiterer Lagerbehälter auf dem Gelände der vorhandenen Tankstelle in Buxheim hatte das Gremium ebenfalls nichts einzuwenden.

Die Erschließung des Baugebietes „Weinbergstraße“ in Tauberfeld wurde zusammen mit der Kanalsanierung im Brunnhuberring ausgeschrieben. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen fanden sich nur drei Bieter, die ein Angebot abgegeben haben. Der Auftrag geht jetzt an die Firma Strabag aus Regensburg, die mit 1,85 Millionen Euro zwar 18 Prozent über der Kostenberechnung liegt, jedoch das günstigste Angebot abgegeben hat. Für die notwendige Straßenbeleuchtung im Baugebiet genehmigte das Gremium anschließend gleich noch die Kosten in Höhe von 20000 Euro. Bei der Erschließung des Baugebiets „Röthelfeld“ sind Nachträge in Höhe von 35000 Euro angefallen. Diese waren während der Bauausführung mit Buxheims Bürgermeister Benedikt Bauer abgestimmt und nun vom Gemeinderat einstimmig genehmigt worden.

August Heimbüchler präsentierte dem Gremium den Entwurf für ein Heimatbuch über Buxheim mit dem Titel „Geschichte und Geschichten von Buxheim“. Das Skript spannt inhaltlich einen großen Bogen von der Archäologie der Urgeschichte, der Landesaufnahme im Jahre 1813 und dem Leben im Mittelalter über die Kirchengeschichte bis hin zur Gegenwart. Enthalten sind historische Aufarbeitungen über das Brauwesen, den Flutkanal und die Mühlen ebenso wie die Post- und die Schulgeschichte.

Bei der Frage, ob die Gemeinde als Herausgeberin des Werkes fungieren soll, konnte sich das Gremium zu keiner Entscheidung durchringen. Diese Rolle könnte auch der Autor selbst oder der Heimatverein übernehmen. Als Anregung gab der Gemeinderat August Heimbüchler mit, eine Aufsplittung des umfangreichen Skripts in zwei oder auch drei schlankere Bände zu überlegen. Dann wolle man sich des Themas erneut annehmen.

Die oberen Stockwerke der alten Schule in Tauberfeld müssen nach mehr als 40 Jahren Nutzung einer Innenraumsanierung unterzogen werden. Es sollen voraussichtlich mehrere Wohnungen entstehen. Mit den Planungsleistungen wurde das Büro Herle+Herrle aus Neuburg beauftragt.

Wie bereits auch andere Gemeinden befasste sich das Gremium mit der Teilnahme am Landkreisprojekt „Historisches Gedächtnis der Gemeinden im Landkreis Eichstätt“. Bürgermeister Bauer warb für einen Beitritt, denn mit einer möglichst großen Zahl an verbündeten Gemeinden ließe sich ein solches Vorhaben am besten stemmen. Das Gremium folgte dem Vorschlag ohne Gegenstimme, was der Vorsitzende als Aufruf an die übrigen Landkreisgemeinden verstand, deren Beschlussfassung noch aussteht.

EK