Angst vor dem Zahnarzt – was hilft?

27.06.2022
−Foto: pexels.com

Hinweis an unsere Leser:
Wir erstellen Produktvergleiche und Deals für Sie. Um dies zu ermöglichen, erhalten wir von Partnern eine Provision.

Sich in stressigen Situationen allein durch die Kraft der Gedanken zu entspannen - das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Tatsächlich kann spezielle Atemtechnik zusammen mit der Vorstellungskraft Körper und Geist zur Ruhe bringen und Angst reduzieren. Und das Gute ist: Es kann erlernt werden.

Mentaltraining hilft gegen die Angst vor Schmerz

Angst und Unruhe führen häufig zu körperlichen Symptomen wie Herzklopfen oder Druck auf der Brust. Besonders in unangenehmen Situationen kann allein die Erwartung von Schmerz oder Stress zum Anstieg des Blutdrucks und hoher Muskelanspannung führen. Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen einer echten Stress-Situation und der Vorstellung davon in der Fantasie. So sind dieselben Gehirnregionen aktiv, egal ob Sie sich einen Zahnarztbesuch vorstellen oder ob Sie ihn real erleben. Diesen Effekt kann sich jeder gezielt zunutze machen: Eine bestimmte ängstigende Situation kann in der Vorstellungskraft so verändert werden, dass die Ängste vor dieser Situation sich vermindern und die reale Situation weniger bedrohlich erscheint. Dies ist bereits ein großer Schritt, denn die Angst vor dem Schmerz macht den eigentlichen Schmerz noch schlimmer.

Viele Menschen haben Angst vor dem Zahnarztbesuch

Die Angst vor dem Zahnarzt ist weit verbreitet. Entspannung in Form von Atemtechnik kann das flaue Gefühl im Zahnarztstuhl vermindern. Während Sie nur Ihren Atem und Ihren Körper wahrnehmen, kommen Sie automatisch zur tiefen Ruhe und akzeptieren den gegenwärtigen Moment so, wie er ist – sei es angenehm oder unangenehm. Manche Menschen leiden jedoch so stark unter der Angst vor dem Zahnarzt, dass sie notwendige Behandlungen aufschieben oder ganz absagen. Etwa fünf Prozent der Bevölkerung zeigen Symptome wie Herzrasen und Schweißausbrüche, also Anzeichen einer handfesten Zahnarztphobie. Doch zum Glück muss heute beim Zahnarzt keiner mehr leiden. Sanfte Methoden und verschiedene abgestimmte Betäubungsmöglichkeiten nehmen dem Besuch den Schrecken – und lassen den Zahnarzt in Ruhe seine Arbeit tun.

Betäubung beim Zahnarzt – welche Möglichkeiten gibt es?

Einige Zahnärzte haben sich auf die Behandlung von Angstpatienten spezialisiert und bieten ihren Patienten verschiedene sanfte Methoden der Betäubung an. Wenn der Zahnarzt von „Sedierung“ spricht, ist darunter zunächst einmal lediglich das Betäuben des Nervensystems zu verstehen. Es gibt heute in Krankenhäusern und Arztpraxen viele Formen der Betäubung, zum Beispiel eine lokalen Anästhesie, die den Schmerz nur so lange ausschaltet, wie der Zahn behandelt wird. Der Patient bleibt während der Behandlung ansprechbar. Für schmerzempfindliche Menschen ist diese Form der Sedierung ausreichend und nimmt auch die Angst vor dem Schmerz, denn der Patient weiß, dass keine Schmerzen auftreten. Besonders ängstliche Menschen ziehen eine allgemeine Anästhesie vor, bei der das Bewusstsein ausgeschaltet ist. Für gravierende zahnärztliche Eingriffe gibt es die Möglichkeit der Vollnarkose. Ein vertrauensvolles Gespräch mit dem Arzt nimmt die Angst vor dem Tiefschlaf.

Angst vor der Spritze

Die meisten Angstpatienten haben bereits vor der Spritze Angst. Um Schmerzen bei der Betäubung mittels Spritze zu vermeiden, empfehlen manche Zahnärzte diesen Patienten, schon vor der Behandlung Schmerzmittel einzunehmen. Ist die Angst nicht so gravierend ausgeprägt, kann der Patient versuchen, sich mit Entspannungsmusik in einen ruhigen Zustand zu versetzen, in dem Schmerzen nicht so stark wahrgenommen werden. Der Klang von Musik wirkt auf die Nebenniere und die Hypophyse und unterdrückt dadurch die Ausschüttung von Stresshormonen.