Sorgen mächtig für Furore: Lilly Häuslinger (l.) und Maximilian Wirth vom Tennisverein Hörzhausen.
Sorgen mächtig für Furore: Lilly Häuslinger (l.) und Maximilian Wirth vom Tennisverein Hörzhausen.
F. Endres
Hörzhausen
Neben dem guten Abschneiden der Mannschaften überraschten zwei Nachwuchstalente besonders mit überragenden Leistungen: Lilly Häuslinger wurde Bayerische Meisterin in der Alterskasse U 11, Maximilian Wirth (U 8) kam auf den dritten Platz bei der Schwäbischen Meisterschaft. Beide verteidigten zudem in ihren Altersgruppen die Landkreismeistertitel in Neuburg-Schrobenhausen. „Dieser sportliche Erfolg ist für unseren Verein sensationell“, jubelt TVH-Vereinsboss Fritz Endres.

„Mit einer starken Mannschaftsleistung und unglaublichem Siegeswillen holten die Spielerinnen und Spieler des Tennisbezirks Schwaben bei den Bayerischen Meisterschaften in Nürnberg den Titel der Altersklasse U 11“, heißt es in einer Presseverlautbarung des BTV (Bayerischer Tennisverband). Mit zum Erfolgsteam gehörte dabei eben Lilly Häuslinger vom TVH. Nach dem Sieg über das Team Oberbayern/München II stand die Vertretung aus Schwaben im Halbfinale, dank eines 16:12 gegen Mittelfranken wurde dann das Endspiel erreicht. Der Gegner dort: Oberbayern/München I. Nach einem wahren Krimi siegte Lilly Häuslinger mit ihrer Truppe aus Schwaben erneut, nämlich mit 14:13 – und wurde dadurch Bayerischer Mannschaftsmeister 2017.

Dieser Erfolg kommt nicht ungefähr – denn seit einer bestandenen Talentsichtung im Jahr 2014 wird Lilly Häuslinger gezielt von Bezirk Schwaben gefördert. „Den Nachwuchstalenten werden ein wöchentliches Bezirkstraining sowie verschiedene Lehrgangsformen das ganze Jahr über angeboten. Für mich ist die Materie auch neu, als kleiner Verein kann man hier nur wenig unterstützen. Wenn die Eltern nicht dahinter stehen, ist es nicht zu schaffen“, lobt Endres das Engagement der Eltern von Lilly Häuslinger beziehungsweise von Maximilian Wirth.

Lilly Häuslinger gehört also dem Förderkader Schwaben an, und sie musste sich hierfür gegen einige Konkurrentinnen durchsetzen. „Lilly ist sehr motiviert und opfert viel Freizeit für ihre sportliche Weiterentwicklung“, weiß Endres zu berichten. Mindestens dreimal in der Woche steht sie auf dem Tennisplatz zum Training. Neben den regelmäßigen Einheiten in Hörzhausen ist sie mit ihren Eltern zudem in Augsburg, Friedberg oder in Meitingen unterwegs. Daneben steht auch noch Konditionstraining auf ihrem Terminplan. An vielen Wochenenden spielt sie in ganz Bayern bei Turnieren mit oder ist bei einem Lehrgang des BTV.

„Der Verband bietet zurzeit das wöchentliche Bezirkstraining in Schwabmünchen an. Der Weg ist jedoch für uns zu weit und der zeitliche Aufwand zu groß. Wir müssen uns daher selbst organisieren“, sagt derweilen Martin Wirth, der Vater von Maximilian, etwas resigniert. Rainer und Patrizia Häuslinger, die Eltern von Lilly, opfern für die sportliche Weiterentwicklung ihrer Tochter dagegen pro Woche zirka 20 Stunden ihrer freien Zeit. „Neben diesem Aufwand kommen auch noch finanzielle Belastungen hinzu, da der Verband nur einen Teil der Kosten für die Trainer übernimmt“, erzählt Fritz Endres. Für Rainer Häuslinger steht das Ziel von Lilly fest: „Sie will in den Bayern-Kader.“ Und Endres ergänzt: „Der TV Hörzhausen will sie hierbei, so gut nur er kann, unterstützen.“