Riedenburg: Hält der Riedenburger Aufwärtstrend an?
Hat sich mit guten Leistungen zuerst in den Kader und dann in die Startelf gespielt: Andreas Gabler (Mitte). - Foto: Sedlmeier
Riedenburg

Aufatmen darf Trainer Andreas Schäffer, denn seine junge Mannschaft kommt scheinbar immer besser in Trab. Zuletzt kletterte Riedenburg in der Tabelle, wo man derzeit den sechsten Platz belegt, ordentlich nach oben. Es wäre noch mehr möglich gewesen, doch auch in den beiden Spielen am vergangenen Wochenende zeigte sich die jüngst eingeschlichene Schluss-Nervosität wieder. Am Freitag in Undorf kam man nach einer 3:0-Führung gerade noch so mit einem 3:2 über die Runden. Am Sonntag bestrafte Hemau feldüberlegene Riedenburger spät mit dem 2:2. Das zweite Manko ist o die Chancenverwertung, denn hier wäre bei konzentriertem Abschluss deutlich Luft nach oben. Wenn man aber bedenkt, dass die Dreiburgenstädter kurzfristig den Ausfall von Felix Simon (Knieverletzung) und urlaubsbedingte Abwesenheiten von Florian Mayer und Niklas Förstl kompensieren mussten, war die Punkteausbeute versöhnlich.

Sebastian Schmid scheint als Spielmacher wieder zu alter Stärke zu finden - in fünf Spielen traf er fünfmal und ist somit der gefährlichste Riedenburger. Der Trainer scheint Spaß am erfrischenden Flügelspiel von Andreas Gabler gefunden zu haben, denn er durfte auch am Wochenende zweimal von Beginn an ran und überzeugte prompt.

Die SpVgg Ziegetsdorf entwickelte sich schnell zur Überraschungsmannschaft der Liga, denn in den ersten drei Partien siegten die Gäste dreimal und trafen dabei beachtliche 18-mal. Ziegetsdorf wechselte freiwillig aus der Kreisliga 1 in die andere Gruppe und war daher für die Mannschaften der Kreisliga 2 nur schwer einzuschätzen. Dieser Nimbus scheint aber nun wie verflogen, denn seit drei Spielen konnte die SpVgg nun gar kein Tor mehr erzielen. Nun steht Ziegetsdorf mit zwei Punkten mehr als Riedenburg auf dem vierten Tabellenplatz. Vor der Saison verstärkte sich die SpVgg ordentlich, denn mit Matthias Weinberger (TuS Pfakofen) und Peter Kleiner (Freier TuS Regensburg) kamen zwei erfahrene Verteidiger dazu. Mit Maximilian Brey (Freier TuS) schloss sich noch ein offensiver Mittelfeldspieler den Gästen an, der den Riedenburgern noch aus früheren Begegnungen gegen bekannt ist. Verzichten muss Trainer-Eigengewächs Edi Ipfelkofer noch auf Stammkraft Korbinian Kaunzner (Leistenverletzung).

Das Prunkstück der SpVgg ist ohne Zweifel die Offensive, denn hier sind bekannte Namen und viel Erfahrung im Spiel. Torgefahr im Mittelfeld strahlen ebenfalls zwei alte Bekannte aus. Tobias Wittmann (ehemals Hainsacker) traf zweimal und legte gleich oft auf. Routinier Stanimir Zlatanov ärgerte Riedenburg schon zu Bezirksliga-Zeiten in Bach - er traf bereits viermal und bereitete dreimal vor. In der Sturmspitze sollen Benedikt Lautenschlager (3 Tore) und Tim Seidl (6) die Torflaute beenden.