Ingolstadt: Geheimtipp Croatia
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Ingolstadt

Nach dem Abstieg aus der Kreisliga tritt der FCG wieder in der Kreisklasse an und zählt dort zu den Favoriten auf den Aufstieg. "Die Vorbereitung war in Ordnung, wir hatten aber auch einige Verletzte und Urlauber. Spielerisch ist es ein Unterschied, wir haben in den vier vergangenen Jahren zumeist gekontert, jetzt müssen wir das Spiel machen", sagt der Vorsitzende Matthias Gabler. Mit den Zugängen Bernhard Feil (FSV Pfaffenhofen), Deniz Michel (TSV Rohrbach), Sebastian Friedrich (FC Wackerstein-Dünzing) und Peter Neumayr (SV Manching III) hat sich der FCG vor allem in der Breite verstärkt. Feil soll die Konkurrenzsituation auf der Torwartposition verschärfen. In der Vorbereitung gab es Siege gegen Altmannstein (3:0), Kösching (3:1), Mailing (5:0) und Pförring. Nur Baar-Ebenhausen (1:3) war zu stark für Geisenfeld. Mit Croatia Großmehring und Lichtenau sehen sich die Geisenfelder selbst als Favoriten, der FC Fatih Ingolstadt und der SV Hundszell sind laut Gabler Wundertüten.

Für Geroldshausen steht das bekanntlich schwere zweite Jahr an. Mit Alois Federl (Karriereende) verlor der SVG eine wichtige Stütze der Verteidigung, allerdings kamen mit Paul Schapfl (FC Schweitenkirchen), Simon Bretz (TSV Wolnzach), Andreas Schuster, Maximilian Lutz, Sebastian Kohlhuber, Ali Essa und Mohsen Hussaini (alle eigene Jugend) auch viele Neuzugänge. "Sie haben sich charakterlich alle schon super integriert und passen dementsprechend gut in die Mannschaft", sagt Abteilungsleiter Florian Drexler, der einzig den Ausfall von Max Demmel (Knie) bedauert. In der Vorbereitung besiegte der SVG den TSV Sandelzhausen (3:2) und den SV Oberhaindlfing (2:1). Gegen Schweitenkirchen (1:1) gab es ein Unentschieden, die einzige Niederlage setzte es gegen den SC Kirchdorf (3:4). "Wir freuen uns auf den Saisonstart und wollen uns weiterhin in der Kreisklasse etablieren", ergänzt Drexler.

Der Aufsteiger gilt als einer der Geheimfavoriten auf die Spitzenplätze. "Wenn wir es unter die Top Fünf schaffen, wäre das eine gute Leistung. Dazu müssen wir aber am Boden bleiben und beständig gut spielen", sagt der Sportliche Leiter, Mate Pokrajcic. Offensiv zeigte sich der Verein in den vergangenen Jahren schon sehr stark, Verstärkungen kamen daher hauptsächlich für die Defensive. "Wir haben einige Lücken gestopft und mit Siegen gegen Kreisligisten auch schon gezeigt, wozu wir in der Lage sind", meint Pokrajcic weiter. Im Training lag der Fokus auf Technik, Kraft und dem Einüben bestimmter Systeme, traditionelles Konditionstraining gab es nicht. "Die Kondition haben wir uns in den Testspielen geholt."

Beim SV Hundszell weht nach dem Abgang von Trainer Christian Schmucker ein neuer Wind, Martin Groh kommt als Spielertrainer vom TSV Lichtenau und dufte viele Zugänge begrüßen, unter anderem kehrt Außenstürmer Robert Wagner zum Verein zurück. In den Vorbereitungsspielen fiel vor allem auf, dass die Spiele immer torreich waren. Gegen Kösching (4:4) und Lenting (3:3) gab es Unentschieden, Langenmosen (5:2) und die DJK Ingolstadt (2:0) wurden besiegt. Chancenlos war der SVH gegen den FC Gerolfing (1:5). "Insgesamt bin ich sehr zufrieden, es wird jetzt aber auch Zeit, dass es losgeht", sagt Groh. Seine Mannschaft wird von vielen als Favorit auf den Aufstieg genannt, Groh bleibt aber am Boden. "Die Liga ist meiner Meinung nach stärker als in der vergangenen Saison. Wir schauen erst einmal, dass alle verletzungsfrei bleiben."

Für Fatih Ingolstadt ist es das zweite Jahr in der Kreisklasse, in der vergangenen Saison ist die Mannschaft von Spielertrainer Denis Dinulovic dem Abstieg knapp entkommen. Insgesamt ist das Leistungspotenzial der Mannschaft schwer einzuschätzen, spektakulärer Offensivfußball wechselte sich oft mit unmotiviert wirkenden Darbietungen ab. Ziel ist es, mehr Konstanz zu erlangen und sich weniger Gegentore zu fangen. In den Testspielen gab es einen 3:1-Erfolg gegen Ernsgaden und einen 4:2-Sieg gegen Arnsberg. Zudem erreichte das Dinulovic-Team ein 2:2 gegen Zuchering, die einzige Niederlage musste gegen Unsernherrn (3:4) hingenommen werden.

Die SpVgg Langenbruck schaffte in der Vorsaison den langersehnten Aufstieg in die Kreisklasse und freut sich auf neue Gegner. Komplett optimistisch geht Spielertrainer Patrick Spieler die neue Aufgabe allerdings nicht an. "Wir brauchen noch ein bisschen, um an die 100 Prozent zu kommen. In der Vorbereitung gab es viele Verletzte und Urlauber", erklärt er. Zudem habe der Großteil der Mannschaft noch nie in der Kreisklasse gespielt und müsse sich körperlich wie spielerisch erst an das neue Niveau gewöhnen. Positiv ist die Geschlossenheit der Mannschaft, der Kader blieb komplett zusammen und wurde durch Gabriel Niedermeir, Andreas Reichart (beide eigene Jugend) und Matthias Kothmeier (DJK Winden) verstärkt. "Für uns zählt nur der Klassenerhalt. Dazu müssen wir uns vor allem konstant und stabil präsentieren", sagt Spieler. Ernsgaden (4:1) und Großmehring wurden in der Vorbereitung besiegt, gegen Gerolsbach (1:2) und Unsernherrn (1:3) gab es Niederlagen. Von Vohburg (4:4) und Kasing (2:2) trennte sich die SpVgg unentschieden.

Nach der enttäuschenden Vorsaison haben Sebastian Böhm und Markus Winkler das Sagen, beide fungieren künftig als Spielertrainer und kommen von der DJK Langenmosen. Mit Souleyman Konate kommt ein wendiger Offensivspieler zum SVK, der beim TSV Baar-Ebenhausen bereits Kreisliga-Erfahrung gesammelt hat. Aus der A-Jugend rücken Richard Tkac, Daniel Mayer und Thomas Fackler nach, alle sollen behutsam an den Kader herangeführt werden. "Die jungen Spieler haben ihr Potenzial schon gezeigt, und auch Konate hilft uns fußballerisch weiter", erklärt Böhm. Die Vorbereitung nutzten er und sein Trainerkollege hauptsächlich für Konditions- und Krafteinheiten, aber auch taktische Aspekte wurden trainiert und besprochen. "Insgesamt können wir noch geschlossener auftreten, gerade im Umschaltspiel. Der Spielaufbau und das Spiel nach vorne klappen aber schon gut", ergänzt Böhm, der einen Platz im Mittelfeld anpeilt.

Für den Zweitplatzierten der vergangenen Saison ist es keine einfache Situation. "Viele Spieler bei uns sind im Urlaub oder angeschlagen. Unser neuer Trainer Abdullah Uzun hat daher keine leichte Aufgabe", sagt Sprecher Temel Can. Die Erwartungen möchte er deshalb auch dämpfen. "Geisenfeld wird sicherlich ganz oben dabei sein, im restlichen Feld kann jeder jeden schlagen. Ein erneuter zweiter Platz wäre ein Riesenerfolg." Bis auf das 0:6 gegen SV Akgüney Spor München verliefen die Testspiele ordentlich. Die eigene zweite Mannschaft wurde mit 8:2 besiegt, gegen Türk Gücü Erding gab es ein knappes 3:4, und gegen Schiltberg fuhr der TSV ein 1:1 ein.

Beim Fünftplatzierten der vergangenen Spielzeit wurde Dominik Berchermeier vom Co-Trainer zum Spielertrainer befördert. Für den 26-Jährigen ist es beim TSV Lichtenau die erste Spielertrainerstation. Ihm wurden spielstarke Neuzugänge an die Seite gestellt. Yannik Bienhaus (TSV Etting), Tayfun Erdem (FC GW Ingolstadt), Ferdinand Heissler (Co-Trainer, SV Manching II), Helmut Stefanovici (SpVgg Hofstetten) und Michael Lehmeyer (ST Kraiberg) sind neu in der Mannschaft. "Die Ergebnisse der Testspiele waren zweitrangig, die Integration der Neuzugänge war mir das Wichtigste. Man hat gemerkt, dass sie sportlich und menschlich super hierher passen", sagt Berchermeier. Eine feste Platzierung möchte der ehemalige Karlshulder nicht als Ziel ausgeben, ein guter Mittelfeldplatz soll es aber für den TSV schon sein.

Nach dem späten Klassenerhalt in der Relegation der Vorsaison herrscht beim MTV Pfaffenhofen Bescheidenheit. "Hauptziel ist es, sich schnell von den Abstiegsrängen abzusetzen", betont der neue Trainer Markus Ertl. In der fünfwöchigen Vorbereitungsphase wurden hierzu Grundlagen gelegt. Auch in den Testspielen präsentierte sich der MTV konzentriert und gut in Form. Gegen Schweitenkirchen (3:1) und Paunzhausen (3:0) gab es Siege, gegen Hettenshausen (1:2) und Allershausen (2:3) setzte es knappe Niederlagen. Mit Lukas Büchler (FC Hettenshausen), Lukas Friedl (TSV Reichertshausen) und Mitchel Fischer (FSV Pfaffenhofen II) setzt der MTV auf frische Kräfte, die von vielen Zugängen aus der Jugend der JFG Pfaffenhofen unterstützt werden. Die jungen Spieler wie Lukas Zeitler oder Julian Kornas zeigten auch in der vergangenen Saison bereits ihr Potenzial.

Reichertshofen spielte eine starke Vorsaison und möchte in der anstehenden Spielzeit ähnlich gut auftreten. "Ein solider Mittelfeldplatz mit Abstand zu den Abstiegsplätzen ist unser Ziel. Die ersten drei Plätze werden wohl Geisenfeld, der Türkische SV Pfaffenhofen und Hundszell unter sich ausmachen", sagt der neue Spielertrainer Thomas Stadel, der bereits als Spieler in Reichertshofen aktiv war. Mit den Neuzugängen ist er sehr zufrieden, zwei möchte er hervorheben. "Alim Taruyallah hat in jedem Testspiel getroffen, und auch Dominik Nardozza hat sich einen Stammplatz erkämpft", sagt Stadel. Taruyallah kommt von der DJK Winden, Nardozza aus der eigenen Jugend. Der Hauptfokus im Training lag auf der Fitness und dem Spielaufbau. Dass Reichertshofen eine gestandene Mannschaft ist, bewies der TSV in den Freundschaftsspielen. Aus sechs Spielen gab es vier Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage.

Tegernbach gilt als einer der Geheimfavoriten auf den Aufstieg, wenn die Truppe von Trainer Ignaz Seitle ihr volles Potenzial abruft. "Hauptsächlich wollen wir unsere Spielanlage aber weiter kontinuierlich verbessern. Eine ähnliche Platzierung wie in der vergangenen Saison oder besser nehmen wir gerne an", sagt Abteilungsleiter Florian Pilsner. Mit der Vorbereitung können die Verantwortlichen des FCT überaus zufrieden sein, die Trainingsbeteiligung war immer hoch, es gab keine schwerwiegenden Verletzungen. Mit Benjamin Anikin (ST Kraiberg) hat ein wichtiger Stürmer den Verein verlassen, die Zugänge Tobias Vater (TSV Hohenwart), Alexander Jokisch (FC Hettenshausen), Sebastian Wiedel (TSV Reichertshausen), Mateo Tihelka (Kroatien) und Alexander Wagner (eigene Jugend) werden diesen Weggang aber mehr als kompensieren. In den Testspielen brillierte vor allem die Offensive. So gab es hohe Siege gegen Mühlried (7:1), Rennertshofen (6:1) und Steingriff (5:0). Gegen Steinkirchen setzte es ein 2:3, dem SKS Augsburg trotzten die Tegernbacher ein 2:2 ab.

Nach dem Abgang von Markus Ertl (MTV Pfaffenhofen) hat Manfred Manhard das Traineramt beim Aufsteiger übernommen. Mit den bisher gezeigten Trainings- und Testspielleistungen ist er überaus zufrieden. "Die Vorbereitung lief hervorragend, die Jungs sind richtig motiviert. Auch die A-Jugend-Spieler Hannes Frank, Christoph Gruber und Robin Walther haben sich im Seniorenbereich super eingefunden", sagt Manhard, der zudem auch noch Luciano Becker (FSV Pfaffenhofen) und Giorgi Tsiklauri (MTV Pfaffenhofen) im Kader begrüßen durfte. Dass es gut läuft, zeigen auch die Testspielergebnisse. Laimering-Rieden (5:1), Pörnbach (3:2), Waidhofen (5:3) und Schiltberg (8:0) wurden allesamt besiegt, einzig dem MTV Pfaffenhofen (1:3) musste sich die Manhard-Elf im Pokal geschlagen geben. Gegen die SG Mauerbach gab es ein Remis (1:1). Als Ziel hat der Verein den Klassenerhalt ausgegeben, aber auch gegen eine Platzierung weiter vorne hätte der BCU nichts einzuwenden. "In der vorderen Hälfte mitzuspielen wäre wünschenswert", meint Manhard.

Auch der SV Zuchering ist neu in der Liga und hat den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben. Dies muss allerdings ohne die Führungsspieler Jan Kosemund (Karriereende) und Markus Jonetzko (langwierige Verletzung) klappen. "Mit Melih Senterzi von der MBB Manching und Christopher Schmitt aus Bayreuth haben wir aber gute Einzelspieler dazubekommen, die diese Ausfälle kompensieren können", erklärt Trainer Sebastian Geißler. Mit den Testspielergebnissen ist der Übungsleiter nicht wirklich zufrieden, es gab nur einen Sieg gegen den FC Hitzhofen-Oberzell (3:2). Hinzu kommen drei Unentschieden und zwei Niederlagen. "Offensiv hat es zumeist gepasst, defensiv müssen wir aber stabiler werden und die Fehler abstellen." Um den Klassenerhalt zu erreichen, baut Geißler auf den Teamgeist seiner Mannschaft und dass diese mit dem nötigen Spaß, aber auch Ehrgeiz und Disziplin agiert. So schaffte es der Klub in der Vorsaison auch ins Finale des Sparkassenpokals, das allerdings 0:3 gegen die DJK Ingolstadt verloren wurde.